Prunkvoller Empfang für die Jungenspiele

Von: ehg
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Würselen: Empfang der Jungenspielspitzen 2009 im Rathaus durch Bürgermeister Werner Breuer (Mitte). Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Bürgermeister Werner Breuer kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus, als er die Spitzen von 13 Jungenspielen zum Auftakt der Kirmessaison im Rathaus willkommen hieß. Dennoch erlebte er den 21. Jungenspielempfang in Folge mit gemischten Gefühlen.

Denn es war für ihn das letzte Mal, dass er den Empfang zu Ehren aller „Spellsleute” in der Stadt der Jungenspiele geben durfte.

„Ich werde auch nach meinem Ausscheiden aus dem Amt den Jungenspielen die Treue halten und mit ihnen Kirmes feiern”, versicherte er seinen Gästen. Er freute sich, dass aus allen Quartieren die Spiele seiner Einladung gefolgt waren. „Ich wünsche Ihnen und der Stadt, dass es diesen Jungenspielempfang auch in der Zukunft geben wird.” Vor allem tat er das mit Blick auf die prekäre finanzielle Lage der Kommune.

Um Verständnis bat er die „Spellsleute” dafür, dass aus diesem Grund die Jungenspiel-Medaille nur in limitierter Auflage verliehen werden konnte. Er verwies darauf, dass die Stadt den Spielen finanzielle Unterstützung in Form von Sachleistungen gewähren könne, die sich um die 15000 Euro bewegen dürfte. Balsam war für die Ohren der „Spellsleute”: „Trotz aller Finanzsorgen muss die öffentliche Hand dafür sorgen, dass Brauchtum, Gemeinschaft und Gemeinsinn die nötige Unterstützung erfahren.”

Faktor für die Städteregion

Breuer appellierte an die Aufsichtsbehörden, diese wichtige gesellschaftliche Funktion nicht zu zerstören. „Helfen Sie mit, dass Würselen den Titel Stadt der Jungenspiele auch weiterhin tragen kann.” Würselen ziehe jährlich zigtausende Menschen in die künftige Städteregion. Was sich am Kirmessonntag beim Aufmarsch zum Fahnenschwenken vor dem „Dom” und beim gemeinsamen Festzug biete, das sei ein einmaliges Erlebnis. Mit „Gut Spiel” wünschte der Bürgermeister allen Spielen in den kommenden Wochen erfolgreiche Veranstaltungen. Er selbst werde sie „intensiv besuchen und genießen”.

„Ganz Würselen ist bereits im Kirmesfieber”, freute sich der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Würselener Jungenspiele, Hans Maassen, über das eindrucksvolle Bild, das sich ihm bei diesem Empfang bot. „Jung und Alt sind in den Quartieren auf den Beinen, um ein schönes Brauchtum zu pflegen.”

Medaillen verteilt

Gemeinsam wurde das „Öm de Ustere jönnt sich de Faaste uus” unter dem Maibaum auf dem Morlaixplatz angestimmt, musikalisch begleitet von Gerd Böker und seinen „Mannen”. Stadtsprecher Bernd Schaffrath überreichte die Medaillen an die Gäste.

Aus Anlass des 25-jährigen Bestehens ist sie dem Königsspiel Schweilbach-Teut gewidmet. Auf der einen Seite ist die Pfarrkirche St. Pius X. verewigt, während auf der Rückseite traditionell das Symbol der Jungenspiele mit der aktuellen Jahreszahl zu sehen ist.
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