Würselen - Prüfer machen Cafeterien in Schulen dicht

Prüfer machen Cafeterien in Schulen dicht

Von: ehg
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Würselen. Die Konzepte des Ganztagesprogramms stehen zur Zeit noch in Verhandlung. In Arbeitsgruppen, die im Februar schon ihre Arbeit aufgenommen haben, wurden erste Schritte zur Umsetzung an der Realschule und am Städtischen Gymnasium aufgenommen. Klar ist: Die Aufbereitung des Essens muss jetzt in einem separatem Raum erfolgen.

Sie hätten sich, so informierte Fachbereichsleiter Herbert Zierden den Ausschusses für Bildung, die Erarbeitung des Raumkonzepts und dessen Umsetzung zum Schuljahresbeginn 2013/2014 zum Ziel gesetzt. Wie Zierden dem Ausschuss nach Rückfragen des CDU-Sprechers Peter Havers offenbarte, haben diese Bemühungen einen herben Rückschlag erlitten. Und zwar durch eine Hiobsbotschaft des Lebensmittelüberwachungsamtes. Nach einer Überprüfung der an beiden Schulen bestehenden Cafeterien verfügte es deren Schließung.

Es wurde verfügt, dass die Aufbereitung des Essens in einem separaten Raum erfolgen müsse. Zierden räumte ein, dass er darüber erstaunt gewesen sei, da vor zwei Jahren die beiden Cafeterien vom zuständigen Untersuchungsamt noch so abgenommen worden seien, wie sie sich den Prüfern dargeboten hätten. Wie Zierden weiter ausführte, seien schon Gespräche mit den Schulen geführt worden, damit bereits nach den Osterferien wieder ein Imbiss von den Schülern in der Schule eingenommen werden könne. Wie die Lösung des Problems aussieht, darauf konnte Zierden noch keine konkrete Antwort geben. Dass sie gefunden werden müsse, das betonte er nach erneuter Nachfrage des CDU-Sprechers. Der kritische Kommentar des UWG-Sprechers Walter Quadflieg: „Die Stadt handelt, wenn sie dazu gezwungen wird.“

77 Anmeldungen aus Würselen

Dass die Mensen nicht von heute auf morgen aus dem Boden gestampft werden können, dafür warb Zierden im Ausschuss um Verständnis. Man werde im August mit einer Übergangslösung starten, da der Ganztag ja zunächst in der Unterstufe auf den Weg gebracht werde. Sukzessiv werde der Ausbau der Mensen dann erfolgen können, zumal die Stadt dabei auf die Schlüsselzuweisungen des Landes angewiesen sei. Damit konnte der Ausschuss zunächst einmal leben.

Kein Verständnis zeigte CDU-Sprecher Havers dafür, dass das Ergebnis des Anmeldeverfahrens für die gescheiterte Gesamtschule im nichtöffentlichen Teil der Sitzung diskutiert werden sollte. Auf seinen Antrag hin wurde dieser Punkt der Tagesordnung dann doch öffentlich behandelt, beziehungsweise mit Wahlkampf-Vorgeschmack diskutiert. Dabei ging es weniger um die Anzahl der Empfehlungen, nach denen die Anmeldungen erfolgt waren, die die Verwaltung in der Vorlage dargestellt hatte. Nachdem man sich bei der Errichtung der Gesamtschule nicht mit Ruhm bekleckert habe, müsse nun darüber nachgedacht werden, wie es weiter gehen soll mit dieser Schulform, unterstrich Peter Havers, ohne jegliche Schadenfreude. Obwohl er stets gegen die Gesamtschule in Würselen votiert hatte.

Er regte an, die Frage Errichtung einer Gesamtschule „kurzfristig“ mit allen Betroffenen am runden Tisch neu zu diskutieren. Es müsse umgehend in einen Dialog mit den Bürgern eingetreten werden, meldete sich UWG-Sprecher Quadflieg zu Wort. „Wir hätten eher am Start sein müssen“, hielt SPD-Sprecher Andreas Dumke der Kooperation vor. Gab aber auch ob der Erfahrungen, die seine Partei bei einer angebotenen Informationsveranstaltung gemacht hatte, zu bedenken, dass es nicht so leicht sei, mit den Bürgern in einen Dialog einzutreten. „Wir sollten uns Gedanken machen, was beim Verfahren schief gelaufen ist“, mahnte FDP-Sprecherin Barbara Breuer an. Wo die Schüler untergekommen sind, die für die Gesamtschule in Würselen angemeldet worden seien, wollte die Sprecherin der Bündnisgrünen, Ute Wendt, wissen. Dazu der Fachbereichsleiter: „Wir sind dabei zu analysieren, wo die insgesamt 77 Würselener Schüler letztendlich angemeldet worden sind.“

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