Protest gegen Bau der Gesamtschule an der Krottstraße

Von: -ks-
Letzte Aktualisierung:
12618476.jpg
Unterschriften gegen den geplanten Standort für den Neubau der Gesamtschule an der Krottstraße in Würselen übergeben: (v.l.) Joachim Classen, Marion Peters, Klaus Köhler, Hans Peter Drabent, Bürgermeister Arno Nelles und Elfriede Drabent (v.l.). Foto: Karl Stüber

Würselen. Der geplante Neubau der Gesamtschule an der Krott-straße sorgt für heftige Kritik aus Reihen der Anwohner. Elfriede und Hans Peter Drabent sowie Marion Peters, Joachim Classen und Klaus Köhler haben jetzt Bürgermeister Arno Nelles (SPD) im Rathaus eine erste Liste mit 219 Unterschriften übergeben.

Weitere sollen noch gesammelt werden. Der Bürgerausschuss wird sich mit der Initiative befassen, wie Nelles den Bürgern zusicherte.

Die Unterzeichner wenden sich gegen die Änderung des entsprechenden Bebauungsplans, die Voraussetzung dafür ist, die Gesamtschule auf dem Gelände von Fußballascheplätzen errichten zu können. In einem teilweise kontrovers und emotional geführten Gespräch im Zimmer des Verwaltungschefs und Vorsitzenden des Stadtrates wurde das Großprojekt nochmals kritisch hinterfragt und die Alternative, die Ertüchtigung und Sanierung der auslaufenden Realschule an der Tittelsstraße, von den Beschwerdeführern favorisiert.

Nelles machte keinen Hehl daraus, dass er ursprünglich für eine Sanierung der auslaufenden Realschule war, um dort die derzeit noch in der alten Hauptschule heranwachsende Gesamtschule unterbringen zu können. Er sei aber mittlerweile in Abwägung aller Gesichtspunkte zu der Ansicht gelangt, dass der Neubau der Gesamtschule die für Würselen bessere Variante sei. Das wurde und wird von der Delegation der aufbegehrenden künftigen Anlieger ganz anders beurteilt.

Vor allem die mit der Ansiedlung der Schule verbundenen Maßnahmen und Auswirkungen auf den fließenden und ruhenden Verkehr im Umfeld der Krottstraße werden sehr kritisch gesehen. Schließlich werden rund 900 Schüler und rund 100 Lehrer bzw. Schulverwaltungsangestellte nebst an- und abfahrenden Eltern für einen erheblichen Zuwachs an Verkehrsbewegungen führen.

Die in einer Ausschusssitzung vorgestellten ersten Übersichtsergebnisse eines Gutachters, die danach auch Thema in einer Bürgerversammlung waren, seien vollkommen unzureichend und realitätsfern. Auch die mit dem Projekt verbundenen Folgekosten seien unklar. Zudem sei die Bürgerversammlung nur unzureichend von der Kommune bekannt gemacht worden und die Einsichtsfrist der entsprechenden Unterlagen kurz danach ausgelaufen, so dass kaum Gelegenheit geblieben sei, umfassend und zeitgerecht Bedenken und Anregungen einreichen zu können.

Nelles erläuterte, dass weitere gutachterliche Beurteilungen noch ausstehen, so zu den Verkehrsströmen. Dies alles werde in der Aufstellung des Bebauungsplanes noch berücksichtigt, ebenso die Anregungen aus Reihen der Bürger. Was für die Erschließung der Gesamtschule wirklich notwendig sei, ergebe sich noch.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert