Alsdorf - Prostatakrebs: Selbsthilfegruppe setzt sich für Betroffene ein

Prostatakrebs: Selbsthilfegruppe setzt sich für Betroffene ein

Von: Elisa Zander
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Erfolgreiches Jahrzehnt:Über
Erfolgreiches Jahrzehnt:Über das Jubiläum freuen sich Reinhard Krause, stv. Vorsitzender, Josef Pagen, Vorsitzender, Caroline Stock, Bundesgeschäftsstellenleiterin, Dr. Wilhelm Wirtz, betreuender Arzt der Gruppe sowie Helmut Hönig, Landesvorstandsvorsitzender der Prostatakrebs Selbsthilfe NRW (v.l.). Foto: Elisa Zander

Alsdorf. Dass die Prostatakrebs Selbsthilfegruppe Alsdorf (PSA) ihr zehnjähriges Jubiläum feiern kann, ist beachtlich. Nur wenige Selbsthilfegruppen, die sich mit Prostatakrebs befassen, bestehen so lange.

In den vergangenen Jahren ist die Sterberate stetig angestiegen. Doch aus der Sparte „Tabu-Thema” kommt das Prostatakarzinom nicht richtig heraus. Der große Zulauf zur PSA, die derzeit 135 Mitglieder im Nordkreis hat, spricht jedoch für das Interesse.

Dr. Wilhelm Wirtz lieferte im Sommer 2001 den Anstoß, so dass Josef Pagen sich mit der Gründung einer Selbsthilfegruppe auseinandersetzte. Beim ersten Treffen von Interessierten, bei dem vier Männer anwesend waren, wurde Josef Pagen beauftragt, Vorbereitungen zur Gründung einer Selbsthilfegruppe zu treffen. Das dritte Treffen, bei dem der Vorstand gewählt wurde, fand im Februar 2002 mit 15 Interessierten statt. Das Wachstum der Gruppe hält bis heute an. Die fundierten Informationen, die die PSA bereithält sind dabei ebenso wichtig wie die monatlichen Treffen und die Referate von Ärzten.

Einen besonderen Bezugspunkt hat die Gruppe - neben Wilhelm Wirtz, der seit der Gründung der betreuende Arzt der Gruppe ist - zur Klinik für Urologie und Kinderurologie des Medizinischen Zentrums der Städteregion. In Zusammenarbeit haben das MZ und die PSA den Prostatatag initiiert, der einen hohen Zulauf genießt.

Viel hat die Prostatakrebs Selbsthilfegruppe Alsdorf im letzten Jahrzehnt geleistet, das ist auch dem Landes- sowie dem Bundesverband Prostatakrebs nicht verborgen geblieben. Zur Feier des Jubiläums kam neben Bundesgeschäftsstellenleiterin Caroline Stock auch der Vorsitzende des Landesvorstands der Prostatakrebs Selbsthilfe Nordrhein-Westfalen, Helmut Hönig. Beide lobten die geleistete Arbeit und betonten die Notwendigkeit der Gruppen.

Hygienebehälter

Eines der kürzlich angelaufenen Projekte der Gruppe ist der Ansatz „Hygienebehälter auch in Herrentoiletten”. Die Resonanz sei sehr hoch, „es gibt Antworten etwa von Ärzten, die der Idee bereits gefolgt sind”, erzählt Josef Pagen.

Neben den 135 derzeitigen Mitgliedern zeigen auch viele Frauen von betroffenen Männern Interesse an der Selbsthilfegruppe. „Sie müssen von Beginn an einbezogen werden”, sagt Josef Pagen. „Je besser die Frau über den Mann und seine Krankheit weiß, desto einfacher kann man sich helfen und unterstützen.” Zwar wurde bei der Gründung der Gruppe beschlossen, eine reine Männergruppe zu etablieren. Doch mittlerweile sind zwei Drittel der angebotenen Veranstaltungen öffentlich, so dass auch Frauen teilnehmen können.
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