Proklamation von „Herbert dem Pötzer“ nachgeholt

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In Frack und Zylinder aufmarschiert: Brudermeister Robert Pelzer (2.v.l.) gratuliert Herbert Büsching zum Titel des Klompenkönigs.

Alsdorf. Zur Feier „30 Jahre Dorfgemeinschaftshaus und Schützenheim in der Volksschule“ hatte sich die große Schützen- und Klompenfamilie im Dorfgemeinschaftshaus eingefunden. Auch etliche Gäste begrüßte Brudermeister Robert Pelzer, unter ihnen Ehrenmitglied Willi Güldenberg, Bürgermeister Alfred Sonders, Vize-Bürgermeister Heinrich Plum sowie Arndt Bellefroid, Sparkassengeschäftsstellenleiter aus Mariadorf. Pelzer blickte 30 Jahre zurück.

Das damalige Angebot der Stadt, die alte Schule zum Vereinsheim umzufunktionieren, habe man nach einer Besichtigung durch Dr. Hugo Feldmann, Matthias Zander und den Brudermeister selbst trotz des verwahrlosten Zustands angenommen. Man kam überein, dass die Stadt das Baumaterial zahle und die Schützen den Umbau stemmten.

„Die Übernahme der alten Schule hat es erst ermöglicht, dass unsere Bruderschaft diesen tollen, Jahre anhaltenden Aufschwung nahm, zumal es keine vernünftige Alternative für die beiden Schießstände und Versammlungsräume in Warden gab – bis heute nicht.“ So sei man auch froh und dankbar, dass die im vergangenen Jahr durch größere Reparaturarbeiten aufgetretenen Schwierigkeiten gemeinsam mit der großen Mehrheit im Rat der Stadt bewältigt werden konnten, wozu auch die Schützen selbst einen nicht unerheblichen finanziellen Beitrag leisteten. „Ohne dieses Schützenheim hätten wir keine Existenzmöglichkeit mehr in Warden gehabt“, sagte der Brudermeister.

Vereine brauchen Domizile

Dies sprach auch der Bürgermeister in seinem Grußwort an: „Unsere Vereine brauchen Domizile, in denen sie sich organisieren können, um ihre Aufgaben vernünftig vorzubereiten. Es ist Aufgabe der Stadt, die Domizile zu erhalten. Dafür ist das Dorfgemeinschaftshaus in Warden ein wichtiges Beispiel.“ Der Vize-Bürgermeister freute sich, dass die St.-Jakobus-Schützenbruderschaft dies bis heute zu würdigen wisse, was nicht bei allen Vereinen der Fall sei.

Die Feier anlässlich 30 Jahren Wardener Schützenheim nutze der Verein für einen weiteren Höhepunkt: Bekanntlich war beim jüngsten Wardener Schützen-, Volks- und Klompenfest der von der Jury vorgesehene neue Klompenkönig Herbert Büsching am Tag seiner Ernennung unerwartet ins Krankenhaus eingeliefert worden. Nach Rücksprache mit ihm und seiner Frau waren die Schützen dem Wunsch gerne nachgekommen, Büsching dennoch zum neuen Klompenkönig auszurufen, da er sich schon sehr darauf gefreut hatte. „Herbert der Pötzer“ erhielt auch ohne persönliche Anwesenheit viel Beifall. Da er aber das tolle Echo nach seinem Ausrufen nicht erleben konnte, wurde seine offizielle Proklamation jetzt im Dorfgemeinschaftshaus nachgeholt.

Dazu waren die Klompenkönige in Frack und Zylinder samt Ehefrauen aufmarschiert. Robert Pelzer moderierte erneut die Zeremonie. Als Herbert Büsching einmarschierte, stand das gesamte Publikum auf und spendete minutenlang frenetischen Beifall. „Es war die originale Version der Proklamation – wie im Festzelt, nur in kleinerem Rahmen“, freute sich der Brudermeister. Der neue Klompenkönig und seine Familie waren sichtlich angetan. Büsching dankte für diese unvergessliche Zeremonie. Danach drehten die Klompenkönige mit ihrem neuen Kollegen einige Runden durch das Dorfgemeinschaftshaus, damit „Herbert der Pötzer“ die vielen Glückwünsche entgegen nehmen konnte. Bis nach Mitternacht wurde kräftig gefeiert.

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