Würselen - Projektwoche: Trommeln und Tänze leisten große Hilfe

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Projektwoche: Trommeln und Tänze leisten große Hilfe

Von: Hanna Sturm
Letzte Aktualisierung:
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Haben viel über die afrikanische Kultur gelernt: Mona (8), Lara (9), Susanna (9) und Selinay (10). Foto: Hanna Sturm

Würselen. Trommeln, Tänze und Lieder - die afrikanische Kultur hat die Schüler der Katholischen Grundschule Schulstraße in Broichweiden in ihren Bann gezogen. Eine Woche lang haben sie sich in 16 verschiedenen Projektgruppen mit Facetten des Kontinents beschäftigt und dabei einiges gelernt über Brauchtum, Geschichte und auch über die Probleme Afrikas.

„Uns Lehrern war wichtig, dass die Kinder die Schwierigkeiten, aber auch den Reichtum des Kontinents erfahren und so lernen, dass man helfen und teilen muss”, erklärt Schulleiterin Astrid Pagnia. So beschäftigten sich die Schüler in jahrgangsgemischten Gruppen mit Themen wie „Woher kommt die Schokolade?” oder „Fairer Handel”. Sie lernten die afrikanische Tierwelt kennen und gestalteten afrikanische Masken. Zur Einstimmung hatte am ersten Tag der Projektwoche eine Musiker-Gruppe aus dem Senegal traditionelle Musik und Tänze aufgeführt.

„Das war wirklich ein tolles Erlebnis für die Kinder”, schwärmte Schulleiterin Pagnia über die Veranstaltung, die der Förderverein möglich gemacht hatte. Zusätzlich zu der Vorführung durfte jedes Kind in der Woche eine Stunde lang mit den Musikern singen und trommeln und so die afrikanische Kultur wirklich hautnah erfahren. „Das Trommeln war wirklich schön, wir haben verschiedene Lieder gelernt, die sind viel schneller und lauter als unsere Lieder”, erinnert sich Susanna an diese ganz besondere Unterrichtsstunde.

Eine Projektgruppe hatte sogar ihre eigenen Trommeln gebaut, auf denen sie am Präsentationstag in der Aula ihr Können vorführten. Außerdem hatten einige Kinder Tänze in Anlehnung an „König der Löwen” oder das Theaterstück „Bacary und der weiße Marabu” einstudiert.

Mit Basteleien Spenden sammeln

Mit der Projektwoche sollten die Schüler aber nicht nur einen ersten Einblick in die afrikanische Kultur erhalten, sondern es sollte ein richtiger Grundstein für regelmäßige Hilfe gelegt werden. Die Schule beteiligt sich an dem Projekt „Hilfe für Ntotroso” der Pfarrgemeinde St. Lucia, die so Kinder in einem Dorf in Ghana unterstützt.

Beim Präsentationstag werden Spenden gesammelt und gebastelte Gegenstände verkauft und der Erlös dann an den Bischof von Ntotroso übergeben, der demnächst zu Besuch kommt. „Es ist ein gutes Gefühl, dass wir den Menschen helfen können. So können in Ghana bald mehr Kinder zur Schule gehen”, sagte Lena und freute sich darüber, dass sie anderen Kindern helfen könne, denen es nicht so gut geht.

Die Organisation „Hilfe für Ntotroso” sorgt etwa dafür, dass Familien genug Geld haben, um für Schulbücher und Schuluniform aufzukommen, ohne die ihre Kinder die Schule nicht besuchen dürfen. In Zukunft soll es möglichst jedes Jahr einen Afrika-Aktionstag in der Grundschule Broichweiden geben. „Wir möchten unsere Schüler zu anti-rassistischem Denken und Toleranz erziehen und erst gar keine Barrieren gegenüber anderen Menschen in ihren Köpfen entstehen lassen”, beschreibt Astrid Pagnia das Ziel für die kommende Auflage.
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