Herzogenrath - Projektchor stemmt Mozarts c-Moll-Messe

Projektchor stemmt Mozarts c-Moll-Messe

Von: Christoph Hahn
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Nicht nur diese Solisten trugen Erfolg des Konzertes bei: Bassist Rolf Schmitz-Malburg und Sopranistin Sabine Schneider. Foto: Christoph Hahn

Herzogenrath. Hunderte Musikfreunde gingen auf Pilgerschaft - nicht nach Bayreuth und auch nicht nach Salzburg, sondern zur Pfarrkirche St. Thekla in Merkstein-Streiffeld. Dort verwirklichte Chor- und Orchesterleiter Angelo Scholly mit den Instrumentalisten der Sinfonietta Regio und einem rund 50 Frauen sowie Männer starken Projektchor ein künstlerisch ambitioniertes Unternehmen.

Neben Bachs Kantate „Lobet den Herren” führten die Ensembles Mozarts üppig dimensionierte c-moll-Messe auf.

Auf breiter Basis

Schon der Einstieg in das rund anderthalbstündige, pausenlose Konzert ließ aufhorchen: Vom einleitenden Chor über glanzvolle, bisweilen auch recht intime Arien bis hin zum Ausklang bewiesen alle Beteiligten Feingefühl und Hingabe an die Musik. Hinzu kam eine ausgeprägte Dramatizität und Festlichkeit des Klangbildes. Doch nicht nur in der Musik selbst steckt Symbolgehalt: Den Chor hatte der in den Aachener Stadtteilen Richterich und Horbach wirkende Kirchenmusiker Scholly mit Sängerinnen und Sängern aus der gesamten Region geschmiedet. Das Orchester fußt auf einer ähnlich breiten Basis.

Die Ausführenden machten nicht nur ihre Bach-Interpretation, sondern auch die Umsetzung des Notentextes von Mozarts c-Moll-Messe zum Fest für das Publikum. Schon das einleitende „Kyrie eleison” verströmte Fülle und eine gewisse Süße. Nicht minder beeindruckend wirkte das nachfolgende Gloria: Mit Kraft und Glanz sorgte es im sakralen Raum von St. Thekla für barocke Momente.

Bestens disponiert waren am Aufführungstag indes nicht nur die Mitglieder von Chor und Orchester - auch die Solisten trugen ihrerseits einen bedeutenden Teil zum Gelingen der Aufführung bei.

Altistin Silke Schimkat, die für die erkrankte Mezzosopranistin Nina Omilian deren Part mit übernommen hatte, zeigte in der Soloarie „Et incarnatus est” viel Beweglichkeit der Stimme. Nicht minder lebendig fielen die Beiträge von Sabine Schneider (Sopran), Walter Drees (Tenor) und Rolf Schmitz-Malburg (Bass) aus.

Ihre Emotionalität und Wärme verfehlte die Wirkung auf die Zuhörer, die die Kirche im Schiff wie auf der Orgelbühne weit über das übliche Maß hinaus füllten, nicht. Tosender Beifall belohnte schließlich alle Mitwirkenden für eine kirchenmusikalische Feierstunde auf allerhöchstem Niveau.
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