Baesweiler - Projekt „Soziale Stadt”: Stadtteilmanager ziehen positive Zwischenbilanz

Projekt „Soziale Stadt”: Stadtteilmanager ziehen positive Zwischenbilanz

Von: Stefan Klassen
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Baesweiler. „Dem schlechten Image nach außen und innen steht ein hohes Potenzial an freiwilligem Engagement und Bereitschaft zur Kooperation gegenüber.” So die Zwischenbilanz zum Projekt „Soziale Stadt Setterich-Nord”.

Knapp vier Monate nach dem Start des Stadtteilbüros Soziale Stadt Setterich-Nord an der Erbdrostenallee ziehen die Stadtteilmanager des Trägers DRK ein positives Zwischenfazit.

Sozialpädagogin Ute Fischer spricht von „vielversprechender Bereitschaft” der Organisationen und Bürger. 48 „Expertengespräche”, also Informationstreffen mit örtlichen Akteuren aus Vereinen, religiösen Institutionen, Bildungseinrichtungen, Politik oder Gewerbe, hat Ute Fischer mittlerweile geführt.

Zudem gab es einen Planungsworkshop mit 70 Teilnehmern, bei dem ein erstes inhaltliches Konzept für die künftige Begegnungsstätte „Haus Setterich” entworfen wurde. Auch der neu eingerichtete Stadtteilbeirat, in dem Vertreter aus Politik, Stadtverwaltung und dem Projektgebiet „Soziale Stadt” mitwirken, hat bereits mehrmals getagt.

Stadtteilmanager Bernhard Döveling ist unterdessen froh darüber, „dass die so dringend benötigte Brückenbauerin endlich anfangen konnte”: Ceren Öcal-Fölsing ist ihr Name, die erfahrene Integrationsexpertin verstärkt seit Anfang Mai als Teilzeitkraft das bis dahin zweiköpfige Stadtteilmanager-Team. Die Sozialpädagogin türkischer Herkunft soll helfen, die Menschen in Setterich-Nord intensiver zusammenbringen und gezielt Ansprechpartnerin für die Bürger mit Migrationshintergrund sein.

Laut Döveling stehen bei dem vorerst auf fünf Jahre angelegten Projekt, das mit Zuschüssen von 10,5 Millionen Euro unterstützt wird, bereits erste konkrete Projekte in Aussicht. So sind - jeweils unter großem Engagement von Bürgern - etwa ein „Erzählcafé” oder ein Planungsworkshop für Kinder und Jugendliche zur „Wohnumfeldverbesserung” in Vorbereitung. Und das Team für eine „Stadtteilzeitung” formiert sich derzeit ebenso wie eine Projektgruppe „Sprachkurse”.

Dass eine Erreichung des Zieles, das soziale Miteinander in Setterich-Nord zu verbessern, „nur durch eine intensive Zusammenarbeit von Rat, Verwaltung, Projektteam und allen Bürgern möglich ist”, betonte Stadtteilmanager Döveling im Ausschuss für Jugend und Soziales.

Dort fand die bisher erbrachte Arbeit der Experten ungeteilte Zustimmung: „Das Team hat in dieser Zeit unglaublich viel geleistet”, attestierte Gabi Bockmühl (SPD). Wolfgang Scheen (CDU) sprach von einem „guten Weg”. Allerdings „müssen wir auf lange Sicht auch sehen, dass wir auch den Rest von Setterich einbezogen bekommen”. Dies sei im Sinne des Integrationsgedankens unverzichtbar.
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