Prognosen kann und möchte noch niemand wagen

Von: bea
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Nordkreis. 378 Flüchtlinge sind im Jahr 2015 dauerhaft der Stadt Herzogenrath zugewiesen worden und konnten in Wohnungen untergebracht werden. Insgesamt mit Zu- und Abgängen wurden im vergangenen Jahr rund 700 Asylsuchende in der Rodastadt betreut.

Zurzeit sind es noch 467. Im September kamen 19, im Oktober 23, im November 19 und im Dezember 113. Dazu kommen die Bewohner der beiden Notunterkünfte, deren Zahl auf die Zuweisungen angerechnet wird.
In Würselen leben zurzeit 519 Flüchtlinge.

Im September kamen 74, im Oktober 31, im November 90 und im Dezember 107. „Wir haben noch Platz“, verweist Stadtsprecher Bernd Schaffrath auf die ehemalige Schule Helleter Feldchen. Derzeit werde entsprechend mit der Städteregion verhandelt, die dort eine Erstaufnahmeunterkunft betreibt. Überdies würden weitere Immobilien angemietet respektive gekauft.

Verhandlungen laufen

Aktuell laufen Verhandlungen über ein größeres Projekt, in dem 60 bis 70 Menschen untergebracht werden könnten. Das Bestreben ist dabei auch, Flüchtlinge, die noch in Hotels wohnten, künftig kostengünstiger unterbringen zu können.

In Alsdorf leben 683 Flüchtlinge. Jeweils um die 100 Menschen seien in den vergangenen drei Monaten zugewiesen worden, sagt Sozialamtsleiter Wolfgang Schleibach. Zuzüglich der Bewohner der Notunterkunft am Heidweg, die zurzeit noch voll belegt ist.

Prognosen möchte er nicht wagen, seitens der Landesregierung gebe es dazu zu wenige verlässliche Daten: „Mal sehen, wie der Januar verläuft. Es kann sein, dass es sich momentan um den Rückstau bei der Erstregistrierung handelt, der nun aufgelöst wird. Es kann aber auch sein, dass unvermindert viele Flüchtlinge ins Land kommen.“

Nach wie vor sei die Stadt dabei, neue Unterkunftsmöglichkeiten zu akquirieren. Dabei gebe es auch Signale, dass die Bewohner der Notunterkunft in den kommenden ein bis zwei Wochen weiterverteilt werden. In Baesweiler wurden zum Stichtag 31. Dezember 2015 358 zugewiesene Flüchtlinge betreut.

Dabei  waren 101 Einzelpersonen und 67 Familien, wie Beigeordneter Frank Brunner aufschlüsselt. Alleine in den vergangenen drei Monaten wurden 128 Menschen zugewiesen, rund 42 im Monat. Eine Prognose möchte auch Brunner nicht wagen, nur: „Kurzfristig gehen wir nicht davon aus, dass die Zahlen stark zurückgehen.“

Nach dem offensichtlichen Aussetzen zwischen Weihnachten und Neujahr würden die Zuweisungen nun wohl wieder anlaufen. Die städtischen Unterkünfte seien inzwischen voll belegt. Im Gespräch ist die Stadt daher weiterhin mit privaten Vermietern. Brunner: „Wir sind dabei, Wohnungen zu renovieren und zu möblieren.“

Die Erstaufnahmeeinrichtung in der Lessingturnhalle sei derzeit nur mit vier Personen belegt. Seitens der Städteregion habe es aber schon eine Mitteilung gegeben, dass es immer noch innerhalb von 48 Stunden Zuweisungen zur Erstaufnahme geben könnte. Die Stadt hat die Unterkunft zwischenzeitlich von 62, die auch einmal voll belegt gewesen sind,  auf nunmehr 112 Plätze aufgestockt. 

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