Prinzengarde verteilt Seitenhiebe auf die niederländischen Nachbarn

Von: Stefan Schaum
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Majestät mischt mit: Als gestandener Gardist ließ Prinz Christoph I. sich den Tanz mit seinen Männern – ein Highlight der Show – nicht nehmen. Foto: Stefan Schaum
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Gestatten, et Antje. Als „Schantalls“ holländische Cousine ging Manni Dreschers in die Bütt. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Im Grunde war das Motto überfällig. Oder so reif wie alter Gouda. Denkt man an Holland, schreiben sich die Pointen doch quasi von allein. Und so konnte die Prinzengarde in Sachen Klischees bei ihrer jüngsten Sitzung aus dem Vollen schöpfen: „Gouda, Meisjes en Frikandel – Prinzengarde Spezial!“ hieß es am Samstag bei der Premiere der Sitzung in der Alsdorfer Stadthalle. Die war ein jeckes Fest in Oranje.

Dass der närrisch-neckische Blick auf die Grenznachbarn willkommen war, offenbarte auch die Kostümwahl der Besucher. Frau-Antje-Tracht, Klompen oder einfach bloß orangefarbene Trikots – etliche Zuschauer hatten sich bei ihrer Garderobe vom roten Faden der Show inspirieren lassen. Die war ein gut fünfstündiges Paket, das die Prinzengarde erneut mit eigenen Kräften geschnürt hatte. Und zwar mit viel Liebe zum Detail.

Leuchtende Tulpen, kreisende Windmühlenflügel, ein Wohnwagen und – natürlich – eine Pommesbude: Allein das bunte Bühnenbild versammelte in sich schon all das, was in Tänzen und Büttenreden noch einmal schwungvoll vertieft wurde. Mit der Kamera waren die Gardisten ebenfalls unterwegs, etwa in Domburg, wo der Alsdorfer an sich ja gern mal Urlaub macht. Dort hatten Sitzungsmoderator Frederik Rybacki, Prinzengarde-Kommandant Hans Peters und sein Stellvertreter Olaf Ptak einige Szenen gedreht, die im Einspielfilm zum Start der Sitzung für Lacher sorgten.

Bei Manni Dreschers erinnerten bloß noch Glitzerbrille und Atombusen an seine Paraderolle der „Schantall“. Diesmal kam er als Käsefrau „et Antje“, Schantalls niederländische Cousine. Auch die hat gern ihren Spaß mit Männern. „Ich muss aufpassen, dass ich nicht schwanger werde“, habe sie neulich zu einer Freundin gesagt. Darauf die: „Aber ich denk‘, dein Mann ist sterilisiert?“ Antwort: „Ja, eben drum!“ Im Grunde gebe es bloß drei Sorten von Männern, ließ der Redner mit der blonden Zopfperücke wissen: „Die Schönen, die Intelligenten – und die Mehrheit!“

Zu welcher Sorte die Gardisten wohl zählen? Na klar: zur ersten, denn erneut war ihr Tanz von geradezu umwerfender Anmut. Da reihte sich Prinz Christoph I., der mit seiner Prinzessin Doreen bei der Garde ein Heimspiel genoss, gern ein. Beine hoch in Strumpfhose und Schaftstiefeln – ein Spektakel, das viel Applaus erntete.

So wird geknutscht

Den gab es auch für die jüngsten Talente der Sitzung: Hatten Lena Keufgens und Sophie Wabbals im vergangenen Jahr Premiere in der Bütt gefeiert, legten sie nun nach. Erneut war die Pubertät ihr Thema. Tenor der Teenager: „Besser mit ineinander verhakten Zahnspangen knutschen, als im Alter ganz ohne Zähne!“

Für Musik sorgten neben der Hausband „Tresenritter“ die mittlerweile „Sieben Gardöre“, die Alsdorfs millionenschwere Steuerrückzahlung zur Musik der Comedian Harmonists servierten und das „Karnicals“-Ensemble, das Frust über von holländischen Wohnwagen verstopfte Autobahnen besang. Schlager von Helene Fischer lieferte Sängerin Lena Baumanns, tänzerisch legten sich neben Sitzungs-Mariechen Pia Wißgott auch die „Steps“ ins Zeug.

Noch zwei Mal geht die auch von unserer Zeitung präsentierte Show am kommenden Wochenende über die Bühne.

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