Prinzengarde lässt die Puppen tanzen

Von: Stefan Schaum
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Männer, lasst uns einen heben! Zu sehen, wie liebevoll gestandene Gardisten die ihrigen auf Händen tragen, war ein Highlight der Show. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Puppen, Prinzen, prima Pointen: Was Kasperl & Co. im Karneval zu bieten haben, hat die Alsdorfer Prinzengarde in gewohnt flotter Show gezeigt. Fünf Stunden lang hieß es bei der Premierensitzung in der Stadthalle „Tri tra trullalaaf – Alsdorfer Puppenkiste“.

Sitzungsmoderator Frederik Rybacki steckte diesmal im Schreinerkittel von Puppenmacher und Pinocchio-Papa Gepetto. So einer weiß natürlich, aus was für einem feinen Holz die jecken Kräfte der Prinzengarde geschnitzt sind. Handwerklich top auch das Bühnenbild: eine Verbeugung vor der Muppet-Show, die sogar Platz für den Balkon der grantigen Figuren „Waldorf und Statler“ bot, in deren Rollen Harald Gilleßen und Ralph Günser schlüpften. Alles Marke Eigebau, wie überhaupt die ganze Show.

Diesmal war im Programm der eigenen Kräfte viel Platz für besondere Premieren. Zum Beispiel die „Sechs Gardöre“, die sich richtig gut bei Stimme zeigten und einen schönen Reim auf Alsdorfs kommendes Vorzeigeobjekt auf Lager hatten: „Kubiz heißt der tolle Bau – wo die Kohle herkommt, wissen wir nicht so genau.“ Auch Lena Baumanns feierte ihren Einstand mit Gesang: In einem Schlagerblock à la Helene Fischer konnte die junge Dame im närrischen Rahmen glänzen. Wortgewandt wie immer: Büttenredner Manni Dreschers in seiner Rolle als „Schantalle“. Die hat jetzt ein Studio mit allem drum und dran: „Maniküre, Pediküre, Konfitüre“. Ein Beitrag mit viel Frivolem – denn wenn „Schantalle“ von einer Autonummer spricht, dann meint sie nicht unbedingt das Kennzeichen. Von schlüpfrig bis schlitzohrig waren auch „Schlabber und Latz“ unterwegs, wie immer im Rede-Antwort-Duell. Dieter Baumanns: „Wir haben jetzt einen Bildungsauftrag mit Niveau.“ Bernd Horbach: „Ach? Man weiß nur nie wo!“

Wo viel Bütt und viel Gesang ist, da ist auch viel Tanz. Gerade da haben die Sitzungen der Prinzengarde starke Truppen zu bieten. Die „Steps“ etwa, die diesmal als Puppen im Neon-Outfit über die Bühne fegten, das „Alsdörper Durcheinander“ mit einer Choreographie in Küchenschürze oder Tanzmariechen Pia Wißgott, die zu einer flotten Polka-Version des Steigerliedes ihre Beine in die Luft warf. Das alles ist natürlich nichts gegen die Jungs in ihren Gardestiefeln, die sich zu Ehren von Prinz Frank II. und seiner Sandra in Szene setzten. Wie Männer mittleren Alters in voller Montur solch anmutige Hebefinguren hinbekommen, ist aller Ehren wert. Dafür gab es donnernden Applaus – wie so oft an diesem Premierenabend, der keine Durchhänger hatte. Und nach dieser Show, die auch von unserer Zeitung präsentiert wurde, war noch lange nicht Schluss. Dann tanzten die Puppen im Foyer der Stadthalle nämlich einfach noch ein wenig weiter.

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