Würselen - Prinz Gert I.: „Proklamation einfach genießen“

Prinz Gert I.: „Proklamation einfach genießen“

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Gert Kempf: „Brauchtum sind unsere Wurzeln und wir tun gut daran, diese Wurzeln des menschlichen Miteinanders zu pflegen.“ Foto: Markus Roß

Würselen. Ein großer Traum geht für den angehenden Narrenherrscher in Erfüllung. Das bestätigte die designierte Tollität der Stadt Würselen, Prinz Gert I. (Kempf) im Interview mit Markus Roß.

 

Herr Kempf, in wenigen Tagen am Samstag, 14. Januar, werden Sie im Rahmen der Großen Festsitzung des 1. Würselener Karnevalsvereins zur Tollität der Stadt Würselen proklamiert. Sind Sie schon aufgeregt?

Kempf: Ja, bin ich! Seit Wochen warte und arbeite ich auf diesen Moment hin. Ich freue mich sehr, endlich mein Ornat anziehen und mit vielen Freunden und Verwandten und Würselenern einen unvergesslichen Abend verbringen zu dürfen. Gleichzeitig ist mir bewusst, dass ich auch eine große Verantwortung habe. Ich repräsentiere für die närrische Zeit unsere Stadt Würselen.

Wie laufen denn die Vorbereitungen? Auf welche Höhepunkte freuen Sie sich an diesem Abend am meisten? Worauf dürfen sich die Karnevalsfreunde am Samstag freuen?

Kempf: Es läuft alles sehr gut. Jedoch kommen immer wieder neue Ideen hinzu, was so kurz vor der Proklamation den Nervenkitzel ansteigen lässt. Ich freue mich auf den kompletten Abend. Auf die vielen Gäste, die mit mir diesen Abend erleben möchten, auf das Programm, welches der 1. WKV für mich zusammengestellt hat und natürlich besonders auf den Moment der Proklamation.

Ich werde diesen Augenblick einfach genießen. Ich habe viele Menschen um mich herum, die mir dies ermöglichen. Mein Wunsch ist es, dass alle Karnevalsfreunde ein paar unbeschwerte Stunden erleben. Während der Sitzung werden die Kinder- und Jugendgarden des 1. WKV, unsere Freunde von den Husaren Grün-Weiß Linz, der Huusmeester vom Bundestag, die Tänzer aus Lammersdorf, die Oecher Börjerwehr, de Erdnuss, der Eefelkank und die 4 Amigos aus Aachen beste karnevalistische Unterhaltung garantieren.

Und was ist im Laufe der diesmal wieder etwas längeren Session, die ja bis zum Veilchendienstag, 28. Februar, dauert, noch von Ihnen zu erwarten?

Kempf: In den kommenden Wochen werde ich sehr viele Veranstaltungen rund um und in Würselen besuchen. Ich freue mich schon sehr darauf. Am 10. Februar findet ab 19 Uhr in der Aula des Gymnasiums mein Prinzenempfang statt, zu dem ich alle ganz herzlich einlade. Es wird ein kleines Bühnenprogramm geben. Ebenso freue ich mich natürlich auf den großen Tulpensonntagszug durch unsere schöne Düvelstadt. Auch hierzu möchte ich alle Würselener einladen, mit uns zu feiern.

Seit vielen Jahren sind sie im Karneval aktiv, seit dem Jahr 2001 auch beim 1. WKV. Dieser Verein feiert in dieser Session sein 8 x 11-jähriges Bestehen. Außerdem sind sie im Vorstand ihres Vereins. Was macht für sie den besonderen Reiz aus, sich im Karneval und in der Brauchtumspflege zu engagieren?

Kempf: Im Brauchtum sind viele Werte verankert die in der heutigen, schnelllebigen Zeit verloren gehen. Ein paar glückliche Stunden mit Freunden verbringen, Gemeinschaft erleben, etwas zusammen aufbauen, gibt den Menschen im stressigen Alltag Zeit zu entspannen beziehungsweise abzuschalten. Brauchtum sind unsere Wurzeln und wir tun gut daran, diese Wurzeln des menschlichen Miteinanders zu pflegen.

Aus diesem Ursprung kommt auch mein Motto, in welchem es darum geht, das Brauchtum gemeinsam zu feiern und es dabei völlig egal ist, aus welchem Verein man kommt. Wichtig ist, dass wir alle zusammen an einem Strang ziehen, damit unser schönes Brauchtum Karneval weiterhin existieren kann. Gleiches gilt natürlich für all die anderen Brauchtümer, die für das Aufrechterhalten alter Traditionen stehen.

Natürlich ist es etwas Besonderes, wenn man in der großen Jubiläumssession für seinen Verein Prinz sein darf. Der 1. WKV feiert ja gleich drei Jubiläen: Der WKV selber wird 88 Jahre, die Kinder- und Jugendabteilung 55 Jahre und der Senat 11 Jahre. Hierzu gratuliere ich herzlich.

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