Herzogenrath - Preisgekrönte Eurode-Kunst

Preisgekrönte Eurode-Kunst

Von: Christoph Hahn
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Die zwei Erstplatzierten im We
Die zwei Erstplatzierten im Wettbewerb um den Eurode-Kunstpreis und ihre Gastgeber vom „Forum für Kunst und Kultur” bei der Feierstunde im Herzogenrather Kulturbahnhof: Vorstandsmitglieder Erich Lantin (links) und Fritz Rohde mit der Zweiten Eva-Maria Kollischan (2. von links) und der Siegerin Lisa-Julie Rüping vor deren Foto-Arbeiten. Foto: Christoph Hahn

Herzogenrath. Mit dem Eurode-Kunstpreis ist es so ein bisschen wie mit der Olympiade oder der Fußball-Weltmeisterschaft: Alle drei Wettbewerbe finden nur jedes vierte Jahr statt.

So nimmt es denn auch kaum Wunder, dass die Räume des „Forums für Kunst und Kultur” im Herzogenrather Eurode-Kulturbahnhof am Sonntag zum Bersten gefüllt waren und auch viele Reisende von Gleis 1 her neugierige Blicke auf das bunte Völkchen im Inneren warfen. Denn die Feierstunde zur Verleihung gilt in der regionalen Szene als Muss - zumal, wenn die Gala, wie in diesem Fall, noch mit einer Ausstellung zusammenhängt.

Denn das Publikum kam den drei Preisträgerinnen, Lisa-Julie Rüping, deren Beitrag mit 3000 Euro prämiert wurde, Eva-Maria Kollischan (Zweite, 1000 Euro) und Stephanie Abben (800 Euro) nicht nur bei der Verleihung nahe. Zumindest ihre Werke bleiben noch in Eurode und können noch bis zum 22. Dezember während der Öffnungszeiten (dienstags bis samstags von 15 bis 18 Uhr) in Augenschein genommen werden. Da gibt es eine Vielzahl von kreativen Ansätzen kennen zu lernen: Lisa-Julie Rüping, die Erstplatzierte und noch Studentin an der renommierten Akademie in Düsseldorf, ist Fotokünstlerin und hat ihre Bilder nach einem durchdachten Plan an die Wand vis-à-vis des Bahnsteigs gehängt.

Der Beitrag der 46-jährigen Kölnerin Kollischan ist ein echter Blickfang, nicht nur weil die Wandzeichnung so platzgreifend geraten ist: Mit Klebestreifen hat die gebürtige Nürnbergerin in drei Tage langer Geduldsarbeit das leicht verfremdete Bild einer Marssonde angebracht. Stephanie Abbens Bilder wiederum zeigen eine Gegenständlichkeit an der Grenze zur Auflösung: Alle Elemente von Landschaft und Architektur scheinen zu verschwimmen.

Ein rundum zufriedenes Fazit der Zeit, die dem eigentlichen Urteil der Jury voraus ging, zog Professor Fritz Rohde in seiner Ansprache. Als Vorsitzender des Forums gehörte er zusammen mit Francis Feidler (Museum Ikob in Eupen), Anna Sofia Schultz (Ludwig Forum Aachen) und Ton Slits (Kunstakademie Maastricht) dem Preisgericht an. „Das sind alles richtig gute, gestandene Künstler”, resümierte der Bildhauer und freite sich über „sagenhafte 562 Bewerber”. Anhand der Begutachtung von Lebenslauf und Fotos von Werken seien dann die acht Künstler aus Deutschland und den Niederlanden, die mit ihrer Kunst die Ausstellungsräume in Herzogenrath füllen, für die Endausscheidung gekürt worden.

Gleichzeitig wurde auch der Enwor-Jugendkunstpreis verliehen. Eindeutig im Mittelpunkt stand dabei die 18-jährige Eva Katharina Simons aus Alsdorf, die für ihr Bild „Erstaunen”, einem Mix aus Aquarell und Bleistiftzeichnung, vom Chef des Energie- und Wasserversorgers, Herbert Pagel, und Professor Rohde 500 Euro entgegen nahm. „Erst mal sparen”, lautet vorerst ihre Devise. Aber ein bisschen Shopping hält die Junioren-Preisträgerin auch nicht für ganz ausgeschlossen. Auf den weiteren Rängen landeten die 17-jährige Alsdorferin Chantale Pöttgens (Zweite, 300 Euro) mit dem nachbearbeiteten Foto „Weltsehnsucht und launische Fenster) und Stella-Saskia Dibkowski (20) aus Eschweiler mit dem Acrylbild „Alptraum” (200 Euro).
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