Präventionsprogramm zeigt Schülern richtiges Verkehrsverhalten

Von: Elisa Zander
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Spannende Sache: (v.l.) Marcel Schmidt, Nazik Unal, Sarah Merger, Fabienne Kreis und Sibel Dincer aus der 7d testen die „Black Box”, die zum Präventionskonzept der Polizei Aachen gehört. Foto: Elisa Zander

Herzogenrath. Im Sommer einen Fahrradausflug unternehmen, in den Ferien mit dem Drahtesel zu Freunden oder flott zum einkaufen - das Fahrrad ist besonders in den warmen Monaten ein treuer und beliebter mobiler Begleiter. Doch auch im Herbst und Winter, wenn es morgens später hell und abends schneller dunkel wird, sind viele mit dem Fahrrad unterwegs, darunter auch viele Kinder.

Erschreckend viele Mängel

„Das liegt vor allem an den vielen Sicherheitsmängeln an den Rädern wie fehlenden Reflektoren, defekter Beleuchtung oder schlechten Bremsen”, erklärt Josef Jansen, Leiter des Verkehrskommissariats für Verkehrsunfallprävention. Auch die falsche Kleidung spiele bei Unfällen häufig eine große Rolle: „Es ist erschreckend, wie viele Mängel wir immer entdecken.”

Aufgrund dieser erschreckend hohen Zahlen haben die Mitarbeiter des Kommissariats verschiedene Projekte initiiert, um Kinderunfälle zu reduzieren. Darunter auch das Konzept „Sehen und gesehen werden”, mit dem sie in der Kohlscheider Realschule zu Gast waren.

Die Kinder der vier siebten Schuljahre bekamen Tipps und Tricks zum Fahrrad fahren, sie lernten, wie eine Radbeleuchtung funktioniert, warum richtiges Jedoch alleine im vergangenen Jahr sind 455 Radfahrer im Stadt- und Kreisgebiet Aachen verletzt worden. Licht und helle Kleidung für den Straßenverkehr sind wichtig. Immer nach dem Motto der Aktion: „Nur Armleuchter fahren ohne Licht.”

Zu den verschiedenen Bausteinen der Aktion gehört auch die „Black Box”, bei der die Schülerinnen und Schüler Fahrradfahrer zählen müssen. Die Räder mit Licht und Reflektoren sind leicht zu erkennen, wesentlich schwerer wird es, wenn keine Katzenaugen oder helle Kleidung vorhanden sind. Ob Marcel (14) da tatsächlich die richtige Zahl rausgefunden hat? Bis zum Ende der Stunde muss er sich noch gedulden, dann gibt es die Auflösung.

Unfallzahl gesunken

Die Aktion, die mit der Stadt Herzogenrath initiiert wurde, ist Teil einer breiten Palette von Angeboten, um Unfälle zu reduzieren und diejenigen zu schützen, die die schwächsten Verkehrsteilnehmer sind: Kinder.

Dass die verschiedenen Komponenten erfolgreich verlaufen, zeigt laut Polizei die sinkende Zahl an Verkehrsunfällen mit Radfahrern. So gab es in Herzogenrath im Jahr 2008 31 verletzte Radfahrer zwischen 4 und 15 Jahren, in diesem Jahr waren es bis September 14 Kinder.

„Eine wirklich erfreuliche Zahl”, findet Josef Jansen, die auch Ergebnis der engagierten Arbeit von Willi Lersmacher sei. Kontinuierlich arbeite das Team um ihn herum seit fünf Jahren intensiv an der Unfallprävention, die schon im Kindergarten beginnt.

Auch viele der Siebtklässler kennen die Arbeit der Polizisten schon aus der Grundschule. Hängen geblieben ist einiges, aber nicht alles. Darum sollte auch im Alter von 12 bis 15 noch einmal auf Gefahren hingewiesen werden. „Auch wenn man sich zu cool für Jacken mit Reflektoren oder einen Fahrradhelm findet”, merkt Willi Lersmacher an.
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