Alsdorf - Präsenzdienst der Stadt bittet Bürger um Unterstützung

Präsenzdienst der Stadt bittet Bürger um Unterstützung

Von: Karl Stüber
Letzte Aktualisierung:
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Für die Alsdorfer im Einsatz: die Kollegen des Präsenzdienstes des Ordnungsamtes der Stadt (v.l.) Stefan Kuhz, Andreas Cremer, Marko Robens und Frank Schröder. Foto: Stüber

Alsdorf. Sie haben einen undankbaren Job. Sie gelten vorrangig als „Knöllchenschreiber” für Parksünder, die Kollegen vom Präsenzdienst des Ordnungsamtes der Stadt Alsdorf. „Knöllchen auszustellen, macht den geringsten Teil unserer Arbeit aus. Dieses Image ist falsch”, sagt Frank Dohms, zuständig für den Präsenzdienst.

Insgesamt sechs Kollegen - in zwei Schichten von morgens bis etwa 21 Uhr im Einsatz - müssen einschreiten bei allen möglichen Problemen. Oft geht es um Störung der öffentlichen Ruhe, Verstöße gegen das Landeshundegesetz werden dagegen auf Grund des konsequenten Durchgreifens kaum noch registriert. Auch außerhalb der Kernzeiten zeigen die Ordnungskräfte Flagge bei Schwerpunktaktionen - oft gemeinsam mit der Polizei.

Nachts ist die Polizei dran

Regelmäßig setzt man sich an einen Tisch, um solche Aktionen zu planen und vieles andere miteinander abzustimmen. Nachts rückt auf Zuruf der Bürger zur akuten Gefahrenabwehr - etwa bei Nachbarschaftsstreitigkeiten - die Polizei an. Tagsüber arbeitet das Ordnungsamt die Angelegenheit nach und auf.

Die „lokalen Sheriffs” sind auch schon mal als „Wertstoff-Polizei” unterwegs, um Zeitgenossen mit der Nase darauf zu stoßen, dass Restmülltüten nicht an Glascontainern abgestellt werden dürfen.

Ihre Waffen bestehen aus entschlossenem Blick, fester, verbindlicher Stimme und gemeinsamem Auftreten - stets im Duo, um nicht nur gegen Attacken besser gewappnet zu sein, sondern um einen Zeugen dabei zu haben. Denn das Erinnerungsvermögen Dritter kann schon mal schwächeln.

Sie dürfen „Kandidaten” durchsuchen, Personalen feststellen und auch Sachen beschlagnahmen - etwa den Fußball, der immer wieder auf unerklärliche Weise gegen ein Garagentor kracht, oder die tragbare Stereoanlage, die immer dann erneut loslegt, wenn der Präsenzdienst gerade wieder um die Ecke ist.

Echte Waffen tragen sie nicht, sind aber im „Argumentieren” geschult. Von ihnen Gemaßregelte sind wohl fortan keine Kandidaten mehr für den erweiterten Freundes- und Bekanntenkreis. Recht gut kommen sie indes bei älteren Bürgern an, die mit Recht und Ordnung auch ein sauberes Alsdorf verbinden.

Der Zuspruch aus Reihen der Jüngeren ist dagegen noch ausbaufähig. Die Kollegen vom Präsenzdienst verdienen die Unterstützung der Bürgerschaft, für die sie schließlich jeden Tag Präsenz zeigen, zumal sie natürlich nicht überall gleichzeitig auftauchen können.

Dohms sagt klipp und klar: „Wir bekommen anonyme Briefe und Anrufe, in denen auf Probleme und Verstöße hingewiesen wird, weil die Leute keinen Ärger haben wollen. Aber ohne Zeugen lässt sich oft nichts beweisen.

Wenn wir darauf hinweisen, reagieren viele verärgert.” Dohms ist mit dem Leiter des Ordnungsamtes, Jürgen Dohms, einig: Die Alsdorfer sollten bitte mehr Zivilcourage zeigen und auch Verantwortung übernehmen, wenn es klappen soll - mit der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung.
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