Prächtiger Bergahorn vor Settericher Rathaus gefällt

Von: nu
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Musste gefällt werden. Der Bergahorn vor dem Settericher Rathaus. Foto: Margret Nußbaum

Baesweiler. „Mein Freund, der Baum, ist tot. Er fiel im frühen Morgenrot“ sang Alexandra 1968. Der Gedanke an diesen Song war nicht weg zu wischen, als an einem frühen Morgen in dieser Woche der prächtige Bergahorn vor dem Settericher Rathaus gefällt wurde. Kerngesund sah er aus – zumindest auf den ersten Blick.

Doch: „Wer genauer hinschaut, sieht, dass der Baum viel Laub verloren hat“, erklärt Udo Thorwesten, Fachingenieur für Landschaftsplanung und -umsetzung der Unteren Naturschutzbehörde der Städteregion. Der Grund: Das prächtige Stück ist vom Brandkrustenpilz befallen. Und dieser sorgt dafür, dass das Holz fault.

Alarmstufe Rot für Udo Thorwesten, denn: „Der Baum kann wegen der von Pilzen gestörten Verbindungen zwischen den Wurzeln und dem Stamm bei einem Unwetter umstürzen“, so der Experte. Und dies hätte möglicherweise fatale Folgen. Denn die Straße ist vor allem in der Woche stark von Autos befahren. So rückte schließlich die Firma Hilden aus Stolberg mit schwerem Gerät und Kran an und zerlegte das Naturdenkmal, das viele Settericher mit der alljährlichen Pfingstkirmes verbinden.

„Unter dem Baum haben wir oft mit Freunden gestanden, Reibekuchen gegessen und ein Bierchen getrunken“, sagt Thorwesten. Fast mit Ehrfurcht machten sich die Landschaftsgärtner Stephan Hilden und Abdullah Statovce ans Werk.

„Es tut immer ein Stück weit weh, einen so alten Baum zu fällen“, meinten beide. Den Rest wird der Bauhof der Stadt Baesweiler besorgen und den Wurzelstumpf herausfräsen sowie den Boden austauschen. Geplant ist, dass die Untere Naturschutzbehörde Ende November einen neuen Bergahorn pflanzt. „Hoffen wir mal, dass dies möglich ist, denn der Baum hat für viele Settericher eine große historische Bedeutung“, meint Udo Thorwesten.

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