Potenzial für Alsdorf ist „Xtreme”: 120 neue Arbeitsplätze

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
xtreme_bu
Arbeit im Reinraum: Im Alsdorfer Gewerbepark produziert Xtreme Technologies hochpräzise Lichttechnik für Halbleiterschaltungen. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Da kann noch viel kommen: Mit gut 120 Mitarbeitern ist das Unternehmen „Xtreme Technologies” am Freitag offiziell im Alsdorfer Gewerbepark gestartet. Mittelfristig könnten es sogar 300 Arbeitsplätze werden, denn in der Nutzung hochpräziser Lichtquellen zur Schaffung immer kompakterer Halbleitertechnologie liegt beachtliches Potenzial.

Extremes ultraviolettes Licht, kurz EUV, ist der Schlüssel. Auf einer Reinraumfläche von rund 1400 Quadratmetern produziert die Tochtergesellschaft der japanischen Ushio Inc. in der Alsdorfer Immobilie der Fringsgruppe Lichttechnik, die die Herstellung immer kompakterer Halbleiter ermöglicht.

„Wir haben dafür in Rekordzeit von nur 20 Wochen einen Riesen-Reinraum gebaut”, sagte Xtreme-Geschäftsführer Dr. Marc Corthout. Ein Tempo, das den Stäteregionsrat Helmut Etschenberg beeindruckte: „Wir sind sehr froh, das die Ziellinie hier in Alsdorf liegt.”

Von dort aus ist das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik an der RWTH rasch erreichbar, mit dem das Unternehmen in der Forschung kooperiert. Rund 80 Arbeitsplätze soll es dort geben. „Dass einer der Hauptkunden, das Unternehmen ASML bei Eindhoven, in der Nähe liegt, ist für uns ein weiterer Vorteil hier in Alsdorf”, sagte Corthout bei der Eröffnung, der auch Shino Sugata, Präsident von Ushio Inc., beiwohnte.

Kürzer war die Anreise von Thomas Rachel (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung. „Wir unterstützen seit Beginn der 90er Jahre die Grundlagenforschung zur Nutzung dieser Lichttechnik. Hier und heute kann man wieder sehen, dass es sich gelohnt hat, in der Förderung langen Atem zu beweisen. Dieses Unternehmen ist praktisch ein Leuchtturm, der hier in die Aachener Region gesetzt worden ist.”

Seit Donnerstagabend scheint er womöglich noch etwas heller. „Wir haben am Freitag mit ASML eine Absichtserklärung unterzeichnet, bis 2012 einige Litographiemaschinen für die Massenproduktion zu liefern”, sagte Corthout am Freitag. Genaue Zahlen lässt er zwar offen, „doch Xtreme Technologies hat die realistische Chance, Weltmarktführer in diesem Segment zu werden”.

„Wir haben noch viel Platz für sie”, bemerkte Alsdorfs Bürgermeister angesichts einer möglichen Expansion vor Ort. „Das ist ein positives Signal für unseren gesamten Standort. Es geht aufwärts. Alsdorf als Wirtschaftsstandort ist attraktiv.” Sein besonderer Dank galt dabei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft in der Städteregion, die die Ansiedlung in Alsdorf vorbereitet hatte. Den Stellenwert brachte Geschäftsführer Dr. Axel Thomas auf den Punkt: „Für uns ist das die Ansiedlung des Jahres!”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert