Positiver Wandel in Rodas Innenstadt

Von: Elisa Zander
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Hier entsteht etwas Neues: Das Ladenlokal, in dem zuletzt ein Netto-Markt war, wird nun umgebaut. Vorher müssen noch letzte Regale, Kassensysteme und Leuchtbanner weichen. Foto: Elisa Zander
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Teilweise noch Schotter und Steine: Der Parkplatz neben der Supermarkt-Filiale wird im Zuge der Umbau- und Renovierungsmaßnahmen beigepflastert.

Herzogenrath. Immer wieder laufen potenzielle Kunden vor verschlossene Türen. Der Blick ist meist überrascht, geht dann zu dem Schild, das mitteilt, dass diese Supermarkt-Filiale bereits am Samstag vor einer Woche geschlossen hat.

Um 13 Uhr war Ende. Die Bürger gehen weiter. Zwei ältere Herren gehen die Apolloniastraße entlang. „Weißt du, was hier passiert?“, will der eine wissen. „Eine Rewe-City kommt hier rein“, kann der andere Mann Auskunft geben und fügt hinzu: „Toll, was!“ Langsam spricht es sich herum.

30 Jahre lang war die Filiale in der Hand von „Ledi“, „Plus“ und schließlich, nach der Übernahme durch der Edeka angehörenden Tochtergesellschaft Netto Marken-Discount, zuletzt ein „Netto-Markt“. Nun hat letztgenannter gekündigt, „obwohl wir vom Leiter gehört haben, dass es einer der besten Märkte in der Region ist“, sagt Hausbesitzer Jörg Meyers, der auch Vorsitzender des Gewerbevereins ist.

„Man konnte kommen, wann man wollte, es war immer Bewegung an der Kasse“, erinnert sich Meyers. Von Seiten der Netto-Unternehmenskommunikation heißt es dazu: „Aktuell entspricht der Markt nicht mehr unseren Standortkriterien. Derzeit sind wir auf der Suche nach einem alternativen Standort.“

Rewe hingegen scheint dies vollkommen anders zu sehen. Nachdem Meyers einige Handelsketten angeschrieben hatte, ergab sich, dass man sich seitens des Konzerns für den Standort mit einem „Rewe-City“-Konzept entschied. „Die sind schon extrem gut sortiert“, sagt Meyers, der sich über die Entwicklung freut. Denn: „Das ist ein klares Ja für Herzogenrath-Mitte und für den Handel vor Ort enorm wichtig.“

Denn zu dem am Bahnhof gelegenen „Kaufland“ fahren Kunden oft gezielt, gehen nicht noch in die nahe gelegene Innenstadt. Mit dem Rewe-City ist das künftig anders, hofft Meyers. Zwar bietet der Rewe-City auch ein Vollsortiment und wird gerne für große Wocheneinkäufe genutzt. Doch auch für kleinere Einkäufe und fehlende Artikel zwischendurch, ist Meyers‘ Eindruck.

Bevor der neue Supermarkt einziehen kann, wird umgebaut. „Wir und auch Rewe investieren in das Ladenlokal“, erzählt Meyers. Die 1000 Quadratmeter werden kernsaniert, Boden, Decke und vor allem die Stromleitungen werden neu gemacht. Eine Metzgerei sowie eine Bäckerei werden in die Filiale integriert.

Beigepflastert wird der danebenliegende Parkplatz, auf dem teilweise noch Schotter liegt. Auch die Anlieferung wird überdacht. Eine Vorgabe der Gewerkschaft, wie Meyers erläutert, damit die Mitarbeiter bei der Anlieferung geschützt stehen. Zwei Monate Umbauzeit sind veranschlagt – von Anfang März bis Ende April. Die Neueröffnung ist für Anfang Mai geplant. „Wir wären schneller fertig, aber Ostern liegt dazwischen“, erklärt Meyers.

Regale und Kassen abgebaut

Die Schlüsselübergabe findet in der nächsten Woche, am Karnevalsfreitag, statt. Bis dahin wird seitens der Netto-Handelskette die Filiale zurückgebaut und geräumt. Einige Arbeiter sind zugange, nehmen Leuchtreklamen ab, die vorher die Kunden zur Frischetheke lotsten. Die Regale sind beinahe alle aus dem Raum verschwunden. Einige Einkaufswagen stehen noch im Eingangsbereich, eine Kasse ist ebenfalls abgebaut. Hin und wieder liest man Schilder, die auf eine Umlagerung der Utensilien in andere Filialen hinweisen. Und auch die Mitarbeiter des Netto-Marktes in Mitte werden auf weitere Filialen verteilt, erzählt Meyers. Der Rewe-Konzern bringt eigens geschulte Mitarbeiter mit nach Roda.

„Mit dem neuen Standort in Herzogenrath stellt Rewe vor allem die fußläufige Nahversorgung der Anwohner im Zentrumsbereich sicher und sorgt zudem für eine Erhöhung der innerstädtischen Passantenfrequenz sowie die damit einhergehende Stärkung des Stadtzentrums“, sagt Christiane Preisen, Pressereferentin Region West der Rewe-Markt GmbH.

Auf die Frage, warum sich der Konzern gerade für diesen Standort entschied, heißt es aus der Pressestelle: „Grundlage für eine Supermarkt-Ansiedlung ist die Prüfung der individuellen Standortfaktoren. Entscheidend ist, ob ein moderner Supermarkt dort langfristig wirtschaftlich betrieben werden kann. Insofern sind das immer Fall-zu-Fall-Entscheidungen.“ Und in diesem Fall offenbar eine positive Entscheidung für die Innenstadt Herzogenrath-Mitte.

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