Pommernstraße: Bürger wehren sich gegen Bebauungsplan

Von: Verena Müller
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Das Baugebiet „Pommernstraße“ in Alsdorf Ost mit Blick auf die Grundschule. Foto: Verena Müller

Alsdorf. Gegen das Baugebiet „Pommernstraße“ in Alsdorf-Ost formiert sich Widerstand. Um genau zu sein: nicht gegen das Baugebiet an sich, sondern gegen den aktuellen Entwurf, wie er im letzten Stadtentwicklungsausschuss einstimmig beschlossen wurde.

 „Zuerst sollten nur 18 Parzellen mit Einfamilienhäusern bebaut werden“, sagt Roland Bittner, der an der Pommernstraße wohnt und stellvertretend für 40 Unterzeichner eines Widerspruchs die Beweggründe darlegt. Dieser ist an den Bürgermeister, die Fraktionen und den Stadtentwicklungsausschuss adressiert. Nun sind aber mehrgeschossige Mehrfamilienhäuser, die rund 44 Wohneinheiten bieten, angedacht. Außerdem will die AWO auf dem Gelände der ehemaligen Hauptschule eine Tagespflege einrichten.

Hauptkritikpunkte der Anwohner: Der Verkehr würde erheblich zunehmen – mit Gefahrenpotenzial für Fußgänger –, die Parkplatz- und Abwassersituation sich verschlechtern. „Es wird einfach zu voll“, so Bittner.

Die Technische Beigeordnete der Stadt Alsdorf, Susanne Lo Cicero-Marenberg, sagt, dass die Verwaltung die Bedenken, wie sie auch bereits in der Bürgerinformationsveranstaltung am 30. September geäußert wurden, ernst nimmt: „Was den ruhenden Verkehr anbelangt, haben wir Umplanungen vorgenommen, die wir im nächsten Stadtentwicklungsausschuss am 3. November vorstellen werden.“ Die Vorlage ist voraussichtlich schon Ende dieser Woche über das Ratsinformationssystem der Stadt einsehbar.

Ihrer Meinung nach wird der Verkehr im Vergleich zu der Zeit, als die Hauptschule noch stand, eher abnehmen: „Bei Schulnutzung gibt es Zeiten, wo sich der Verkehr stark bündelt, bei Wohnnutzung verteilt sich der Verkehr besser.“ Allerdings, räumt die Technische Beigeordnete ein, gebe es immer eine empfundene und eine fachliche Sicht.

Auch was die Befürchtung, es könne bei Starkregen zu überfluteten Kellern kommen, möchte Lo Cicero-Marenberg relativieren: „Eine Schule weist viel mehr versiegelte Flächen auf – durch Schulhof und großflächige Bebauung – als eine Wohnbebauung.“ Dort könne mehr Wasser versickern.

Die Entwurfänderung – weg von Einfamilienhäusern, hin zu mehrgeschossigen, barrierefreien Häusern mit Aufzügen – erklärt sie mit dem in den Ortsteilkonferenzen immer wieder geäußerten Wunsch älterer Bürger, in ihrem Viertel wohnen bleiben zu wollen. „Und dem tragen wir in Kombination mit der Tagespflege Rechnung“, so die Technische Beigeordnete. „Mehrfamilienhäuser haben wir in Alsdorf Ost schon genug“, findet dagegen Roland Bittner.

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