Polizei nimmt Temposünder ins Visier

Von: Karl Stüber
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Exaktes Arbeiten wie hier an der Jülicher Straße in Hoengen ist wichtig: Tom Bolz hält die Kelle bereit, um wieder einen Fahrer aus dem Verkehrsfluss zu holen, den Kollege Oliver Grallert (r.) anvisiert hat. Foto: Karl Stüber

Alsdorf. Ein Geschäft reiht sich an das andere. Entsprechend viele Kunden schauen bei Bäcker, Metzer, Imbiss oder beim vom Inhaber geführten Fachgeschäft vorbei, zu Fuß oder fahren mit dem Pkw an. Schüler queren die vielbefahrene Jülicher Straße, die Mariadorf und Hoengen in zwei Teile schneidet, auf dem Weg zu ihrer Bildungsstätte.

Das Neubaugebiet Müschekamp ist nicht weit, viele junge Familien mit kleinen Kindern leben am Rande dieser viel befahrenen Straße, die als überörtliche Landstraße, also Durchgangsstraße, klassifiziert ist und die Nummer 136 trägt. Anliefernde Lkw wälzen sich über den Asphalt.

Aus gutem Grund ist die Jülicher Straße in einem Teilstück in Nähe eines Supermarktes als 30 km/h-Zone ausgewiesen. Denn sie ist fast schnurgerade und verführt so Autofahrer zum flotten Fahren. Genau hier hat sich ein Polizeitrupp in Stellung gebracht und nimmt am ersten Tag des Blitzmarathons Temposünder mit dem neuen Lasermessgerät FG 21-P ins Visier. Und obwohl die Ausschilderung an Deutlichkeit nicht zu wünschen übrig lässt, dieser Schwerpunkttag für Geschwindigkeitsmessungen auch in unserer Zeitung hinlänglich angekündigt ist und die Uniformierten deutlich erkennbar sind, werden Autofahrer auffällig. „Noch mal Glück gehabt“, ermahnt ein Polizist einen von ihm gestoppten Autofahrer, der die Schmerzgrenze fast überschritten hatte.

Auch an anderen Punkten im Nordkreis wurde am Dienstag und wird auch am heutigen Mittwoch gemessen – in Baesweiler und Alsdorf jeweils an vier, in Herzogenrath an elf und in Würselen an fünf Punkten. Die Beamten sind laut Werner Schneider von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Aachen jeweils eine Stunde an einem Ort und ziehen dann zum nächsten Einsatzpunkt. Weitere Infos der Polizei zu der flächendeckenden Aktion sind unter www.24h-blitz-marathon.de zu ersehen.

Einfach „loslasern“ können die Beamten nicht. Streng protokolliert wird beim Einrichten der Messstelle an der Jülicher Straße die Eichung, das Einstellen auf einen Null-Messpunkt. Das alles, um im Fall des Falles bei Einsprüchen möglichst gerichtsfest zu sein. Oliver Grallert bedient die auf einem Stativ befestigte zentrale Messeinheit, nimmt wieder einen „Kandidaten“ ins Visier – und Kollege Tom Bolz streckt rote Kelle raus.

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