Poldi ist der große Star im Kindergarten

Von: Anja Klingbeil
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Zu Besuch im Kindergarten: Michael Strunk und Polizeihund Poldi. Für den Riesenschnauzer gab´s jede Menge Streicheleinheiten. Wann haben die Kinder auch schon einmal Gelegenheit, einem Polizeihund so nahe zu kommen. Foto: Anja Klingbeil

Herzogenrath. Ganz vorsichtig nähert sich Ann-Kathrin dem schwarzen Riesenschnauzer. Selbst im Sitzen überragt der Vierbeiner die Dreijährige fast noch. Und wie sie es eben gelernt hat, geht Ann-Kathrin von vorne auf den Hund zu, lässt ihn kurz an ihrer Hand schnuppern, um ihm dann sanft über den Kopf zu streichen.

Poldi sitzt ganz ruhig und genießt die Streicheleinheiten. So geht das immer der Reihe nach. Denn schließlich wollen alle Jungen und Mädchen der Regenbogenlandgruppe des AWO-Kindergartens Käthe Strobel in Kohlscheid den Vierbeiner einmal anfassen. Wann hat man auch schon die Gelegenheit, einem echten Polizeihund so nahe zukommen.

Der Kommissar mit der kalten Schnauze ist erst seit zwei Wochen im Dienst. Ein Anfänger also. Aber nach einem Jahr der intensiven Ausbildung hört er aufs Wort seines Hundeführers Michael Strunk. Und dessen Kinder haben Poldi übrigens auch seinen Namen verpasst. Denn das ist einfach die Abkürzung für Polizeidiensthund Aber nicht nur Rüde Poldi war am Donnerstag zu Besuch im Kindergarten. Mit dabei war auch Falko.

Mit seinen acht Jahren ist der Schäferhund eine erfahrene Spürnase. Und mit deren Hilfe findet er auf dem Außengelände der Einrichtung auch schnell den versteckten Sprengstoff. „Keine Angst, der kann nicht losgehen, der wird nur zu Übungszwecken benutzt”, sagt Polizist Markus Kratz.

Dass die Polizei in den Kindergarten kommt, das war der Wunsch der Jungen und Mädchen. „Wir haben quasi eine Projektwoche zum Thema gemacht. Die Idee kam den Kindern, als wir ,Pippi Langstrumpf´ geguckt haben, da kommen ja auch Polizisten vor”, erinnert ich Alice Honnie, Leiterin der Regenbogenlandgruppe. Spielerisch lernen sollten die Kinder bei diesem Besuch aber nicht nur den richtigen Umgang mit Hunden.

Bernd Küppers, Präventionsbeamter der Bundespolizei Aachen, hatte auch einen Power-Point-Vortrag zum Thema „Bahnanlagen sind keine Abenteuerspielplätze” mitgebracht. Denn leider gibt es immer noch genügend Unfälle an Bahngleisen, bei denen Kinder und Jugendliche schwer verletzt oder gar getötet werden.

„Ich kann mich gut an einen Fall erinnern, bei dem ein Junge von einem Stein, der auf den Gleisen lag, am Kopf getroffen wurde. Der darüber fahrende Zug hatte ihn weggeschleudert. Der Junge kämpfte lange mit dem Leben, ist heute schwerst behindert”, erzählt Küppers.

Spielen an den Gleisen, sich überhaupt in der Nähe aufhalten, kann also tödlich enden. „Man darf auch nicht an den Schienen zu nah vorbeigehen. Auch nicht, wenn man zur Schule muss”, sagt der fünfjährige Mika.

Und zum Abschluss dieses spannenden Besuches, nahmen die Polizeibeamten gleich noch die Fingerabdrücke der Dreikäsehochs. Die wollen aber mit Sicherheit keine Verbrecherkarriere einschlagen - im Gegenteil: „Wir wollen Polizist werden”, da sind sich alle einig.
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