Podiumsdiskussion: Bildung und Sicherheit sind die Themen

Von: Conny Stenzel-Zenner
Letzte Aktualisierung:
13975001.jpg
Stellten sich den Fragen der Gäste im Klösterchen: Hendrik Schmitz, Eva-Maria Voigt-Küppers, Karin Schmitt-Promny, Monika Pieper, Werner Pfeil und Robert Schwedt. Foto: Conny Stenzel-Zenner

Herzogenrath. „Wie tickt die Politik“ wollten die Besucher im Klösterchen erfahren. Mit Blick auf die Landtagswahl am 14. Mai waren Kandidaten vor Ort: Hendrik Schmitz (CDU), Eva-Maria Voigt-Küppers (SPD), Karin Schmitt-Promny (Bündnis 90/Die Grünen), Monika Pieper (Piratenpartei), Werner Pfeil (FDP) und Robert Schwedt (Die Linke).

Die AfD war der Veranstaltung ohne Angabe von Gründen ferngeblieben. Zwei Stunden waren angesetzt, doch diese Zeit dehnten die Redner aus. Sehr zum Ärger einiger Gäste, weil zahlreiche Fragen unbeantwortet blieben.

Für das Thema Bildung waren Experten auf der Bühne: Eva-Maria Voigt Küppers, Karin Schmitt-Promny und Monika Pieper sitzen im Fachausschuss des Landtages. Sie waren sich einig: „Bildung ist sehr wichtig.“ Da will sich Eva-Maria Voigt-Küppers einsetzen, dass schon in den Grundschulen den Lehrern ein vergleichbares Gehalt wie den Gymnasiallehrern gezahlt werde.

Karin Schmitt-Pomny sieht es als Verpflichtung unserer Gesellschaft, Kindern und Jugendlichen Bildung zu ermöglichen Und Monika Pieper argumentierte: „Wir müssen dafür Sorge tragen, dass die Berufe Erzieher und Lehrer Wert geschätzt werden.“

Während Voigt-Küppers an die vielen Erfolge der SPD in der letzten Legislaturperiode erinnerte: „Wir haben es geschafft, dass Grundschullehrer an fünf anstelle von zwei Universitäten ausgebildet werden. Wir erhöhen die Lehrerstunden“, argumentierte Hendrik Schmitz: „Wir müssen noch in allen Bereichen besser werden. Schulleiter fehlen. Unterrichtsstunden fallen aus. Lehrerstellen sind unbesetzt. Und die Frage, wie wir mit Inklusion umgehen, ist immer noch nicht geklärt.“ Voigt-Küppers entgegnete: „Egal wo wir Geld reinstecken, es reicht nie. Aber Geld ausgehen sollen wir nach dem Willen der Opposition auch nicht.“

Innere Sicherheit war ein weiteres Schwerpunktthema. Ob es denn wichtiger sei, Verbrechen zu beobachten oder zu verhindern, war eine Frage aus dem Publikum, die Hendrik Schmidt gestellt wurde. Sie zielte darauf ab, ob denn nun überall Videokameras aufgestellt werden sollen oder ob mehr Geld in den Aufbau von mehr Polizeistellen gesteckt werden soll. „Beides ist wichtig. Bei uns werden ein Viertel aller Autos von NRW geklaut. Damit das aufhört, müssen wir überwachen und verhindern“, wusste Schmitz, der sich einen Staat wünscht, in dem sich die Bürger sicher fühlen.

Fühlen die sich denn sicher? Rechtsanwalt Werner Pfeil (FDP) war der richtige Ansprechpartner, der das Problem auf den Punkt brachte: „Wir haben ein Strafgesetzbuch, würde das immer richtig angewandt werden, fühlten wir uns sicher.“ So fragte er: „Wie kann es sein, dass Verbrecher immer wieder auf freien Fuß gesetzt werden und dann als Wiederholungstäter doch wieder im Gefängnis landen? Wie kann es sein, dass Menschen in Deutschland mit mehreren Pässen an verschiedenen Orten gemeldet sind? Und wie steht es im Verhältnis, dass ein Parkknöllchen sofort bezahlt werden müsse, bei nicht bezahlen sofort weitere Bußgeldbescheide bis hin zum Vollstreckungsbescheid angeordnet werde?“ Es fehle die Verhältnismäßigkeit.

Piratin Pieper hält das Thema Sicherheit für überbewertet. Bei 10 000 Toten, die jährlich in den Krankenhäusern an Keimen sterben, habe sie mehr Angst vor einem Krankenhausaufenthalt als vor Terrorattacken. Robert Schwedt forderte, die Polizei von Bürokratie zu entlasten. das Publikum hätte gerne noch weitere Themen diskutiert.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert