Platzt Platzwahl für Kinderspielplatz?

Von: -ks-
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Bald nicht mehr allein? Wenn es nach der SPD geht, soll das „Schofeberger Jöngsje” auf dem Dorfplatz an der Kirche Spielplatz und -kameraden bekommen. Foto: Stüber

Alsdorf. SPD-Ratsherr Karl-Heinz Robert verstand die Alsdorfer Bürger Union (ABU) nicht mehr. Der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses hatte gerade von ABU-Vertreter Frank Breuer vernommen, dass die ABU, die eigentlich mit SPD und FDP im Alsdorfer Stadtrat einvernehmlich die Gestaltungsmehrheit bildet, nun die Einrichtung eines neuen Spielplatzes am Schaufenberger Dorfplatz an der Hauptstraße Ecke Maurerstraße nicht mehr befürwortet.

In der Spielplatzkommission sei sie aber noch dafür gewesen, sagte Robert.

Laut Breuer unterstütze die ABU nicht mehr die Wahl dieses Grundstücks - mit Blick auf die Gefährdung durch Verkehr auf den angrenzenden Straßen. Zudem liege ein Brief vor, in dem sich Schaufenberger gegen diesen Standort aussprechen würden. Mit Beteiligung der Bürger vor Ort sollte ein besserer Standort gefunden werden, regte er an.

„Märchenhafter” Plan

Dass der bisherige Spielplatz an der Hoengener Straße/Ecke Hauptstraße aufgegeben und das Grundstück verkauft werden soll, ist dagegen offenbar unstrittig. Dieses Vorgehen hatte die SPD-Fraktion bereits im August 2009 beantragt. Der Hauptausschuss hatte die Angelegenheit dann an den Jugendhilfeausschuss verwiesen. Die SPD argumentiert, dass sich auf dem Spielplatz an der Hoengener Straße kein einziges Spielgerät mehr befinde und auch der Sandkasten nicht mehr geeignet sei. Der Spielplatz sollte ohnehin schon einmal verlegt werden - zum ehemaligen Bauhofgelände.

Der Dorfplatz, so die SPD weiter, biete sich dank seiner Lage bestens an und wäre auch sinnvoller als das Bauhofgelände. Der neue Platz könne mit einem einen Meter hohen Zaun umschlossen werden.

„Der große Vorteil ist, dass ringsherum Anwohner leben und der Kindergarten beziehungsweise die Kirche in der Nähe liegen”, hat die SPD festgestellt. Auch könnten weiterhin die Ortsvereine ihre Feste dort abhalten. „Es geht nicht darum, Spielplätze zu schließen, sondern nur darum, zu überprüfen, ob sie dort, wo sie sind, auch sinnvoll sind”, betonte Ausschussmitglied Matthias Feilen (SPD).

Dezernent Stephan Spaltner erklärte gegenüber der unwilligen ABU, dass es zunächst nur um einen Auftrag an die Verwaltung gehe, die Voraussetzungen für die Verlegung des Spielplatzes an die Mauerstraße zu prüfen, ein Konzept zu erstellen und die Finanzierung mit der Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft (GSG) zu besprechen. Gemäß dem im Ausschuss vorgelegten Plan, der einen aufwändigen „Märchenspielplatz” vorsieht, geht es um Kosten in Höhe von gut 115.000 Euro.

Entschieden sei aber noch nichts. Spaltner beschwichtigte: „Es geht darum, erst eine beratungsreife Sitzungsvorlage zu erstellen.” Seitens der ABU hieß es dazu lapidar, es mache ja keinen Sinn, eine Kostenermittlung für etwas zu erstellen, was die ABU nicht wolle.

Auf Nachfrage des stellvertretenden Bürgermeisters Roland Krichel (CDU) sagte Verwaltungsmitarbeiter Günter Thimm, dass im Umkreis von 200 Metern des vorgesehenen neuen Standortes 17 Kinder leben, die bis zu drei Jahre alt sind, sowie 14 zwischen vier und sechs Jahren. Bis zur Marke 18 Jahre lebten dort 64 Bürger, insgesamt 727. Bedarf sei also gegeben.

Letztlich einigte man sich darauf, die Verwaltung - vorbehaltlich einer weiteren Entscheidung - ein Konzept für einen neuen Spielplatz erstellen zu lassen.
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