Platz vor St. Sebastian: Parkplätze oder Grünfläche?

Von: ehg
Letzte Aktualisierung:
3006888.jpg
Parkplätze vor St. Sebastian? Oder doch lieber eine Grünfläche? Die Parteien sind sich uneins.

Würselen. Wie der Platz vor St. Sebastian gestaltet werden soll, wenn die dafür geschätzten Kosten in Höhe von 200.000 Euro finanziert werden können, stand in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung zur Diskussion.

Die Verwaltung unterbreite dazu vier alternative Vorschläge von 20 Parkplätze und 240 Quadratmeter Grünfläche über zwölf Parkplätze und 360 Quadratmeter Grünflächen sowie sieben Parkplätze und 420 Quadratmeter Grünflächen bis hin zu einer 800 Meter Grün- und Aufenthaltsfläche ohne Parkplätze. Zu bedenken gab sie, „dass die Fläche aufgrund ihrer Lage an den stark befahrenen Straßen für eine attraktive Grünfläche mit Aufenthaltsqualitäten nicht besonders geeignet ist.“ Außerdem seien neben den an den neu ausgebauten Straßen vorhandenen Stellplätzen zusätzliche Parkplätze erforderlich, insbesondere bei Gottesdiensten, Beerdigungen und so weiter. Das hätten Beobachtungen in den letzten Monaten gezeigt.

Darüber setzte sich SPD-Fraktionsvorsitzender Christoph Küppers hinweg und plädierte für die vierte Variante, eine Grünfläche. „Wenn wir einen Parkplatz hätten anlegen wollen, hätten wir die Straße nicht zu verlegen brauchen“, argumentierte er. Die dort parkenden Fahrzeuge verschandelten das Bild. Außerdem werde durch die Anlage einer großen Grünfläche die Aufenthaltsqualität gesteigert. Mit seinem Vorschlag schockte Küppers nicht nur den Koalitionspartner, sondern auch die übrigen Ausschussmitglieder. Den Punkt von der Tagesordnung abzusetzen, dafür plädierte CDU-Sprecher Sven Karl Schmitz.

UWG Fraktionsvorsitzender Theo Scherberich sprach sich erst für die Gestaltung des Platzes mit zwölf Parkplätzen aus, freundete sich dann aber mit dem SPD-Vorschlag an. Er appellierte darüber hinaus an die Verwaltung, den ruhenden Verkehr an St. Sebastian mehr als bisher auf Verkehrswidrigkeit zu kontrollieren. Das nicht einmal 20 zusätzliche Stellplätze ausreichten, war die Meinung des FDP-Fraktionsvorsitzenden Hans Carduck.

Angesichts des weiteren Beratungsbedarfs wurde die Sitzung unterbrochen. Schließlich wurde gegen eine Stimme die Entscheidung bis zum 28. April vertagt. Um exakte Kosten errechnen und entsprechende Haushaltsmittel beim Kämmerer beantragen zu können, bräuchte die Verwaltung einen Planungsvorschlag, gab Fachbereichsleiter Manfred Schmitz-Gehrmann den Fraktionen für ihre weiteren Beratungen mit auf den Weg.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert