Alsdorf - Plakatmaler erfährt künstlerische Neugeburt

Plakatmaler erfährt künstlerische Neugeburt

Von: Nina Krüsmann
Letzte Aktualisierung:
Menschen, Lanschaften, Stimmun
Menschen, Lanschaften, Stimmungen: Daran ist Martin Otten bei seiner Malerei besonders gelegen. Foto: Nina Krüsmann

Alsdorf. Mit seiner jüngsten Ausstellung „Emotion und Motivation” hat der Künstler Martin Otten vielen Kunstinteressierten im Herzogenrather Rathaus eine Freude bereitet. Kein Wunder, bietet der 1952 in Herzogenrath geborene Kreative doch Kunst mit Köpfchen.

Otten, der mittlerweile in Alsdorf lebt und arbeitet, nimmt den Betrachter in die Pflicht, seine Bilder mit offenen Augen wahrzunehmen. Ausdrucksstark und eigenwillig ist seine zeitgenössische Kunst. Gesellschaftskritische, bisweilen überspitzte und manchmal auch ein wenig provokative Kunst ist seine Spezialität: „Ich halte mit meiner Malerei der Umwelt gerne einen Spiegel vor.”

Stars aus Film und Fernsehen

Während der Schulzeit begann Otten, mit Zeichenkohle Menschen zu porträtieren, zum Beispiel Fernseh- und Filmstars. Während seiner Bundeswehrzeit habe er reihenweise die Freundinnen seiner Kameraden porträtiert, wodurch sein Fokus auf die Darstellung von Menschen gelenkt worden sei. „Es entstand für mich der Drang, einen Beruf zu wählen, wo ich speziell diese Fähigkeiten einbringen konnte. So wurde ich Plakatmaler.” Anfangs habe er sich nicht als Künstler, sondern als Berufsmaler gesehen.

„In den 1970er Jahren fielen mir Künstler aus der Pop-Art-Szene wie Andy Warhol und Roy Lichtenstein auf. Von deren Arbeiten war ich angetan und beschloss, mich parallel zu meiner Arbeit als Plakatmaler frei künstlerisch zu betätigen”, sagt Otten. Er vertiefte seine Siebdruckkenntnisse, lernte Reprofotografie und Layout kennen. „Der freie Künstler in mir war geboren - damals jedoch noch unbewusst.” Später kamen neben dem Interesse für die Darstellung von Menschen noch die Umwelt und die globalen Themen hinzu: „In meinen Darstellungen entdeckte ich meine Stärke, nicht nur das Thema bildhaft umsetzen zu können, sondern auch die Stimmung von Situationen einzufangen.”

In den 1980er und 1990er Jahren schuf er Aquarelle, Kreidezeichnungen, Öl- und Acrylmalereien. Die eigens entwickelte Ink-Art-Technik wandte er erstmals 2004 an. 2008 gab es auf Burg Rode seine erste Einzelausstellung. Weitere Werkschauen folgten in der Region, 2009 war seine Ausstellung „malanders” im Herzogenrather Rathaus zu sehen. Dabei galt und gilt: „Ich möchte beim Betrachter Emotionen auslösen!” Eine gemeinschaftliche europaweite Wanderausstellung zum Thema „Einsamkeit”, eine neue Einzel-Ausstellung für die Galerie „Hexagone” in Aachen und die Gemeinschaftsausstellung „Sechs Richtige” sind die Projekte, die Otten derzeit mit viel Engagement vorbereitet.
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