Pläne für zwei Baulücken in der Siedlung Busch

Von: Verena Müller
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Die Heimstraße teilt das eine Baugebiet in Busch in zwei Hälften. Foto: Verena Müller
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Haustyp „Familienglück“: So soll es aussehen, wenn an der Alsdorfer Heimstraße demnächts Häuser gebaut werden können.

Alsdorf. „Busch ist im Kommen“ hatte die Technische Beigeordnete der Stadt Alsdorf, Susanne Lo Cicero-Marenberg schon im Zusammenhang mit der Frage nach einem neuen Nahversorger in dem Ortsteil angekündigt. Im vergangenen Stadtentwicklungsausschuss sind nun gleich zwei Entwürfe für neue Wohngebiete vorgestellt worden: einmal für die Heimstraße (Bebauungsplan Nr. 258) und einmal für die Eisenbahnstraße (Nr. 316).

Die Heimstraße liegt vom Stadtzentrum aus gesehen im hinteren Teil von Busch, zwischen Eiben-, Buchen- und Birkenstraße. Die Fläche ist nahezu rechteckig und wird von der Heimstraße in zwei Hälften geteilt. Die Deutsche Reihenhaus AG stellte sich und ihre Pläne für die rund 14.300 Quadratmeter vor: 150 Mitarbeiter beschäftigt das Familienunternehmen, 7500 Häuser wurden bislang in Deutschland gebaut. Dabei kauft das Unternehmen Grundstücke–- im konkreten Fall von der Vivawest -, baut und vertreibt die Häuser selbst. Die Käufer bilden Wohnungseigentümergemeinschaften.

Die Idee dahinter: ein höheres Verantwortungsgefühl für die Gemeinschaftsflächen und eine bessere Pflege selbiger. In Busch handelt es sich dabei um eine Grünfläche von 800 Quadratmetern. Die Häuser selbst sind eher schlichter Reihenhausstandard mit Satteldach. In Dreier- beziehungsweise Vierergruppen stehen sie in der Planung für Busch dicht an dicht, gruppenweise kann aus einer definierten Farbpalette ausgewählt werden. 55 Stück sind es an der Zahl, Keller gibt es keine, Garagen, Technikzentrale und Nebenanlagen werden mit einem Flachdach ausgeführt. Geheizt wird zentral mit Blockheizkraftwerk.

Zwei Typen unterscheidet die Deutsche Reihenhaus AG: „Familienglück“ und „Wohntraum“. „Familienglück“ umfasst 145 Quadratmeter Wohnfläche, „Wohntraum“ 120 Quadratmeter. Variante A hat eine Traufhöhe von 6,14 Metern (Firsthöhe: 10,42 Meter) , Variante B von 6,37 Metern (9,51 Meter). Der Ausschuss hat die Aufstellung des Bebauungsplans für die Heimstraße beschlossen und die Verwaltung beauftragt, eine Bürgerinformationsveranstaltung anzuberaumen.

Für das zweite Gebiet, eine Fläche an der Eisenbahnstraße, hat die Stadtverwaltung ein städtebauliches Konzept zur „Ortsrandarrondierung“ von Busch vorgelegt. Bei dem Areal handelt es sich um die Lücke zwischen „Aber Hallo“, dem neuen Wohngebiet „An der Aachener Straße“, Eisenbahnstraße und demnächst: dem neuen Sportplatz für das Kultur- und Bildungszentrum. Am südöstlichen Teil des Ortsrands Busch gelegen, umfasst es einen Teilbereich der ehemaligen Koks- und Kohlelagerplätze der Zeche und Kokerei Anna.

Basis für die Pläne für diesen Standort ist der „Rahmenplan Generationenwohnen“. Im Vergleich zu anderen Stadtteilen leben in Busch (und Zopp) überdurchschnittlich viele ältere Menschen, deshalb sollen in Ergänzung zum Altenheim St. Josefhaus unterschiedliche altengerechte und barrierefreie Wohnungsformen gebaut werden. Ziel ist es, den Anwohnern bis ins hohe Alter einen Verbleib im eigenen Quartier zu ermöglichen.

Eine Vielzahl kleinerer Häuser und ein paar größere Bauten sieht der Entwurf der Stadt vor, aber hier ist noch viel Spielraum gegeben. Denn ein Investor wurde bislang nicht gefunden. Der Ausschuss billigte den Entwurf der Stadt.

Auch Pläne zur Bebauung in der Rosenstraße und Am Weiher

In der Rosenstraße im Stadtteil Hoengen sollen fünf Miet-Einfamilienhäuser errichtet werden. Diesen Beschluss fasste der Rat der Stadt in seiner jüngsten Sitzung. Viele Anwohner äußerten im Vorfeld ihre Bedenken bezüglich der Bebauung der momentan brachliegenden Wiesenfläche. Man sei skeptisch wegen der Bewohnerzielgruppe eines geförderten Wohnungsbauvorhabens, und fürchte, dass lediglich kinderreiche Familien dort einziehen werden. Auch die bereits vorhandenen Mietshäuser seien von den Mietern nicht ordnungsgemäß in Schuss gehalten. So gebe es „Müll- und Grünschnittablagerung, wildes Parken, Vandalismus und lärmende Jugendliche“.

Die Anwohner befürchten im Falle des Baus eine Verschärfung dieser Missstände. Der Ausschuss für Stadtentwicklung nahm die Beschwerden der Bürger zur Kenntnis. Durch die Festsetzung von einer Wohneinheit pro Hauseinheit sei die Anzahl der Wohnungen beschränkt. Andere Faktoren, wie die Anzahl der im Haus lebenden Kinder, seien über die Bauleitung nicht steuerbar.

Die FDP stimmte bei der Ratssitzung gegen die geplante Bebauung. Die Bedenken und Ängste der Bürger seien nicht ausreichend berücksichtigt worden, argumentierte sie.

Auch die Pläne für das Gebiet „Am Weiher“ standen auf der Tagesordnung. Da das Bebauungsgebiet in einem Hang liegt, ist ein Split-Level-Bau zum Ausgleichen der Höhenunterschiede erforderlich. Um ein harmonisches Stadtbild zu schaffen, werden die Dachformen aufeinander abgestimmt. Die Grünen stimmten auch – wie schon im Stadtentwicklungsausschuss – gegen das geplante Bauvorhaben. „Wir haben Bedenken wegen des Umfangs des Eingriffs in bestehende Grünflächen“, äußerte sich Fraktionsvorsitzender Horst-Dieter Heidenreich skeptisch. (nt)

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