Pläne für das Millionenprojekt sind fertig

Von: Holger Bubel
Letzte Aktualisierung:
Wird zur zentralen Begegnungss
Wird zur zentralen Begegnungsstätte für das Projekt „Soziale Stadt”: das Kultur- und Bildungszentrum am Rande des Annageländes. In direkter Anlehnung an das Langhaus (r.) werden Gymnasium und Realschule ihr neues Zuhause finden. Im Quartier Alsdorf sind nicht nur Schüler willkommen, auch die Bürger sind zur Nutzung eingeladen.

Alsdorf. Nach einer doch langen und zähen Vorarbeit hat das Projekt „Kultur- und Bildungszentrum” (KuBiz) im Rahmen von „Soziale Stadt in diesem Jahr mit der Gründung der GSG Grund- und Stadtentwicklung GmbH rasant Fahrt aufgenommen.

Die EU-weite Ausschreibung für ein geeignetes Architekturbüro - ein Verfahren über Deutschland hinaus war wegen der Höhe der Investitionssumme notwendig - erfolgte bereits im Mai, jetzt konnte entschieden werden. Dabei gefragt waren unter anderem Referenzobjekte, Leistungsfähigkeit oder auch personelle Ausstattung der Bewerber.

Bei 27 eingereichten Eingängen setzten sich schließlich bei der Vorauswahl durch die Stadt Alsdorf, GSG und NRW Urban fünf Architekturbüros durch, die beauftragt wurden, im nächsten Schritt ihre Ideen näher zu skizzieren: „Experten sagen, dass es sich bei den Bewerber- Büros um die Champions League der Architekten handelte”, bemerkt GSG-Geschäftsführer Günter Jansen nicht ohne Stolz über das Interesse am Projekt. Der Sieger der Ausschreibung: die Architektensozietät von Gerkan, Marg und Partner (gmp) aus Hamburg.

„Die Entscheidung für gmp fiel einstimmig”, erklärt Günter Jansen. Besonders überzeugt hätte bei dem Hamburger Entwurf die Einhaltung der planerischen Vorgaben - etwa die Einbeziehung der Kraftzentrale in das KuBiz, der Erhalt der Carl-von-Ossietzky-Straße oder die Berücksichtigung der Nähe zu den Anliegern im Neubaugebiet an der Herzogenrather Straße. Außerdem garantiert das Büro die Einhaltung des Baubudgets von rund 25,5 Millionen Euro.

Auch dem Dalton-Konzept des Gymnasiums, das mit der Realschule in direkter Nachbarschaft und in einem Gebäudekomplex angesiedelt ist, ansonsten aber eigenständig geführt wird, trägt der Entwurf Rechnung. Hierzu gehört die architektonische Berücksichtigung des lernübergreifenden Unterrichts durch flexible Lehrräume oder Selbstlernbereiche. In der räumlichen Nähe zweier verschiedener Schulformen sehen die Planer Chancen zum sozialen Miteinander, zumal der gemeinsame Innenhof als Begegnungsfläche ein verbindendes Element darstelle. Denn: Die zwei U-förmigen Schulgebäude werden zu einem Quader „zusammengeschoben” und bilden so eine interne offene Mitte. Je eine eigene Dachterrasse wird von den Schulen alleine genutzt, beide Lehrstätten haben auch einen separaten Eingang (im Osten die Realschule, im Westen das Gymnasium), Verwaltung, Klassenräume etc. sind autonom in den jeweiligen „Us” angesiedelt. Die Sporthallen zur gemeinsamen Nutzung befinden sich „unterirdisch” der gemeinsamen Mitte.

Ein besonderes Augenmerk legten die Planer auch auf die Nachhaltigkeit. So werden alle nicht-transparenten Teile der Gebäudehülle luftdicht, wärmebrückenfrei und hoch wärmedämmend sein, die transparenten Fassadenteile werden mit Dreifachverglasung ausgestattet. Der Fensterflächenanteil liegt bei unter 60 Prozent, wodurch der Wärmeeintrag verringert und der Kühl- und Heizbedarf auf ein Minimum reduziert wird. Eine hohe Innenraumluftqualität soll durch eine mechanische Belüftung erreicht werden.

In der Kraftzentrale als inte-grierter Bestandteil des KuBiz wird unter anderem das Stadtteilforum beheimatet sein. Nach dem Haus-in-Haus-Prinzip werden in die große Halle zwei klimatisch und haustechnisch autarke Kuben eingestellt. In einem Kubus soll es eine Kantine für 200 Personen geben, im anderen ist eine Aula für 250 Zuschauer geplant.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert