Pläne für Baugebiet „Am Weiher“ nehmen Formen an

Von: Verena Müller
Letzte Aktualisierung:
amweiher
So sieht der aktuelle Entwurf für die Bebauung aus. Foto: Stadt Alsdorf

Alsdorf. Wie das Gelände zwischen Alsdorfer Weiher, Theodor-Seipp-Straße, Naherholungsgebiet Broichbachtal und der Grundstücksgrenze der Anwohner des Anemonenwegs in Alsdorf-Ofden aussehen könnte, hat der Stadtentwicklungsausschuss am vergangenen Dienstag beschlossen.

Der Bebauungsplan Nr. 328, Am Weiher, umschließt neben derzeitigen Grünflächen auch das Gelände des Gymnasiums, das demnächst – gemeinsam mit der Realschule – im Kultur- und Bildungszentrum (Kubiz) untergebracht sein wird.

Nachdem in vorangegangenen Ausschüssen mehrere Varianten kontrovers diskutiert und Anwohnerbedenken angehört worden waren, einigte sich der Ausschuss nun auf die von der Verwaltung vorgeschlagene Variante 6b. Gegen die zwei Stimmen der Grünen wurde sie als Grundlage für das weitere Verfahren verabschiedet.

Im Unterschied zu den vorangegangenen Varianten wurde das Geländeprofil stärker berücksichtigt, ein externes Büro hat Unterschiede im Höhenprofil und einen möglichen Bodenausgleich mit einbezogen. 5,2 Hektar umfasst das Gesamtgebiet. Das Gelände fällt von Süden nach Norden stark ab, 17,5 Höhenmeter Unterschied sind es auf 200 Metern. Auf dieser Grundlage wurden auch die Erschließungskosten für zwei Varianten ermittelt. Ergebnis: Für die Variante 3b ist zwar die Erschließung teurer als für Variante 4, aber: letztere bietet weniger vermarktbare Flächen und ist in der Anlage weniger attraktiv.

Also wurde das Modell 3b zu 6b weiterentwickelt – direkte Anwohner, die unter anderem ein zu nahes Heranrücken der geplanten Bebauung befürchteten, wissen, was sich hinter den einzelnen Bezifferungen verbirgt. Für alle anderen: Variante 6b und 3b sehen insgesamt 58 Gebäude vor. Geplant sind in erster Linie Einfamilienhäuser, als Einzel- oder Doppelhäuser. Im südlichen Teil sollen sogenannte Split-Level-Häuser entstehen, also in den Hang hinein gebaut werden.

Wesentlicher Unterschied zur Variante 4 ist – neben geringeren Sprüngen im Geländeprofil – ein breiter Grünstreifen, der sich mittig durchs Wohngebiet zieht und in dessen Zentrum sich ein Spielplatz befindet. Modell 4 hätte nur einen schmalen Korridor, Spielplatz und -wiese wären an den Rand gedrängt. Statt 58 Häusern wären nur 55 denkbar. Durchschnittlich sind die Grundstücke laut Plan 576 Quadratmeter groß. Über drei Stichstraßen mit Wendehämmern soll das Wohngebiet zu erreichen sein.

Interessenlage

Außerdem war es das Ziel, in Variante 6b – unter Beibehaltung der Grundidee des Plans 3b – eine günstigere Erschließung mit einem Erhalt des Baumbestands zu kombinieren. Das betrifft sowohl den Grünstreifen am Weiher als auch den entlang der Bebauung des Anemonenwegs. Die Grünen äußerten im Ausschuss ihre Zweifel, denen die Verwaltung widersprach: „Wir befürchten, dass der Grünbestand dem Weiherblick geopfert werden könnte“, so Fraktionsvorsitzender Horst-Dieter Heidenreich. Aus diesem Grund, und weil sie ein vorrangig kommerzielles statt eines städtebaulichen Interesses in dem Projekt sehen, stimmten die Grünen nicht zu.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert