Plädoyer für die Euregio im Eurode Business Center

Von: Christoph Hahn
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Hubert Mackus, als „Gedeputeerde“ so etwas wie der Verkehrsminister der niederländischen Provinz Limburg. Foto: Christoph Hahn

Eurode. Informationen aus erster Hand bot der Bürgertreff zum Thema „Europa verbindet die Niederlande und Deutschland“ im Eurode Business Center (EBC) . Zu der gut besuchten Versammlung genau auf der Grenze hatten die Stiftung Eurode 2000+ und die Deutsch-Niederländische Gesellschaft zu Aachen (DNG) eingeladen.

Ganz im Geist der Organisatoren gingen beim Treff Deutsch, Niederländisch und artverwandte Dialekte munter ineinander über. In dieser Atmosphäre der Internationalität auf kleinstem Raum von Catharina Scholtens (Eurode 2000+) und Luc Hamers (DNG) willkommen geheißen, machte der erste Referent die zahlreichen Zuhörer damit bekannt, was ein geeintes Eurode und eine geeinte Euregio vor allem brauchen – Mobilität, ein freizügiges Hin- und Herreisen, bei dem die Grenzen keine Rolle mehr spielen.

Das zu schildern, gehört quasi wie von selbst zu den Aufgaben von Hub Mackus: Als „Gedeputeerde“ ist er so etwas wie ein Landesminister der niederländischen Provinz Limburg und als solcher unter anderem für den Schienenverkehr zuständig. In dieser Eigenschaft packte der Christdemokrat aus Weert gleich ein paar handfeste Informationen auf den Tisch und ließ dabei auch den Mut zu pointierten Standpunkten erkennen.

So sei seit Dezember 2016 mit Arriva ein Tochterunternehmen der Deutschen Bahn in Limburg und bis in die benachbarte Provinz Noordbrabant hinein dafür zuständig, Menschen mit modernen Elektrozügen zum Beispiel von Maastricht und Valkenburg über Kerkrade nach Heerlen zu bringen.

Dieses Unternehmen sei auch bereit, sich im grenzüberschreitenden Verkehr von Eindhoven über Venlo nach Mönchengladbach oder via Weert und Heerlen nach Aachen zu engagieren – besonders, wenn ab 2025 die Konzession für die Staatsbahn wegfalle. Zudem sei das Management bereit, in Elektrotriebwagen zu investieren, die dann trotz unterschiedlicher Stromsysteme in Deutschland, Belgien und den Niederlanden fahren können.

Einige Zukunftsvisionen hatte Mackus ebenfalls mit nach Eurode gebracht. So hält der Gast es für möglich, dass die Strecke von Heerlen und Landgraaf über Herzogenrath nach Aachen einmal Teil eines „Dreiländerzug“-Konzeptes werden könne, der schließlich von Antwerpen über Weert und Heerlen nach Aachen fahre.

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