Würselen - „Pius am Mittwoch“: Songpoesie begeistert die Zuhöhrer

„Pius am Mittwoch“: Songpoesie begeistert die Zuhöhrer

Von: ehg
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„Endlich“: Songpoesie vom Feinsten bieten Christoph Birken (Mitte) mit seinen Begleitern Harald Claßen (r.) und Simon Kurtenbach bei „Pius am Mittwoch“.

Würselen. Endlich war es so weit. Liedermacher Christoph Birken, der seit über zwei Jahrzehnten auf den Kleinkunstbühnen der Region unterwegs ist, gastierte nun auch im Rahmen der Reihe „Pius am Mittwoch“ im Pfarrheim an der Ahornstraße.

Erst im Dezember hatten er und seine Begleiter sich im „ausverkauften“ Saal Houben einen stolzen Betrag für die Flüchtlingshilfe in Würselen „eingespielt“. In Pius war es nicht anders: Die Konzertbesucher strömten in Scharen herbei und besetzten den allerletzten zur Verfügung stehenden Stuhl.

Allein diese Tatsache sprach für den Ruf, der dem Liedermacher, der hauptberuflich Deutschlehrer ausbildet und bisher an die 200 gesellschaftskritische Lieder zu Papier und in Noten gesetzt hat, auch an diesem erlebnisreichen Abend in St. Pius vorauseilte. Seine zwei kongenialen Partner waren der Universalmusiker und HGG-Freund Harald Claßen (Klarinette, Saxophon und Tin Whistle) und sein ehemaliger Schüler Simon Kurtenbach (E-Piano und Akkordeon), die als Profimusiker in verschiedenen Projekten tätig sind.

Neues Album entsteht

Um es vorweg zu nehmen, was sie an Songpoesie zu bieten hatten, übertraf auch in St. Pius alle Erwartungen. Neben alt bekannten Liedern brachten Christoph Birken und seine „Begleiter“ auch neue, höchst aktuelle zu Gehör, die auf dem in Arbeit befindlichen neuen Album „verewigt“ werden. So auch der Titelsong „Endlich!“, der beim Pius-Konzert die Besucher quasi von den Stühlen riss. Mit „John o´Groats“ machte das Trio einen Abstecher in einer Ortschaft an der Nordostküste Schottlands, wobei eine kleine Metallflöte stimmungsvoll zum Einsatz kam. Birken schildert in diesem Lied, wie er bei stürmischem Nordwestwind zu sich selbst gefunden hat. Nicht nur bei ihm gewährt er Einblicke in die eigene Erlebniswelt.

Ob alt bekannte oder neue Songs, allen liegen tiefgründige Texte zugrunde. Wobei bei der gebotenen Song-Poesie die Musik mehr war als das dekorative Beiwerk. Die beiden Musiker verliehen den lyrischen Texten einen zusätzlichen Tiefgang. Vor allem durch ihre ungewöhnlichen Improvisationen setzten sie sich – bisweilen auch jazzig – prächtig in Szene: Mal poetisch und nachdenklich, mal temperamentvoll und fröhlich. Stark zogen Christoph Birken und Begleiter ihre Konzertbesucher in ihren Bann. Dass am Ende nach zwei Stunden musikalischer Kleinkunst auf höchstem Niveau mehrere Zugaben gewährt werden mussten, versteht sich!

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