„Pius am Mittwoch“: Liederabend mit Kostbarkeiten

Von: ehg
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„Sag, welch wunderbare Träume“: Martina Garth und Hans-Günter Leuchter sorgten für einen anspruchsvollen Liederabend. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Musikalische Kostbarkeiten – zum Teil von Seltenheitswert – standen unter dem Titel „Sag, welch wunderbare Träume“ auf dem Programm eines von „Pius am Mittwoch“ im herbstlich dekorierten Pfarrheim St. Pius X. veranstalteten Liederabends.

Im dritten Anlauf konnte die in Aachen geborene Oratorien- und Konzertsängerin Martina Garth für das kleine, aber feine Konzert gewonnen werden. Die technisch versierte Sopranistin, die mit ihrer vollen Stimme Gefühle zum Klingen brachte, nahm unter anderem an einem Meisterkurs des berühmten Bassisten Dietrich Fischer-Dieskau (Schwarzenberg) teil. Am Flügel begleitet wurde die Solistin von dem Würselener Konzertpianisten Hans-Günter Leuchter, der sich auch solistisch virtuos in Szene setzte. Leider fand die anspruchsvolle Veranstaltung nicht die erhoffte Resonanz. Schade!

In das facettenreiche Programm stimmte Leuchter, der Sprecher des „Pius am Mittwoch“-Teams, mit dem zweiten Satz „Adagio Cantabile“ aus der „Pathétique“-Sonate von Ludwig van Beethoven ein. Und bereitete damit den Boden für die wenig intonierten fünf von dem deutschen Romantiker Robert Schumann in Noten gesetzte Gedichte der schottischen Königin Maria Stuart. Beschrieben wurde ihre Lebens- und Leidensgeschichte vom „Abschied von Frankreich“ über „Nach der Geburt ihres Sohnes“ und „An die Königin Elisabeth“ bis hin zum „Abschied von der Welt“ nach einem Stoßgebet. Die Sängerin wurde bei ihrer Wiedergabe, was die dramatische Gestaltung von Text und Musik anbetrifft, höchsten Ansprüchen gerecht. Danach stimmte der Pianist drei Stücke aus „Kinderszenen“ von Robert Schumann heiter und beschwingt an. Dabei erklang auch der „Träumerei-Ohrwurm“.

Den zweiten Teil des Programms „läutete“ Hans-Günter Leuchter mit dem sogenannten „Regentropfen-Präludium“ des polnisch-französischen Komponisten Frederic Chopin, eines der einflussreichsten und populärsten Komponisten der Klaviermusik, schwungvoll ein. Es folgten fünf Gedichte von Mathilde Wesendonck, die Richard Wagner musikalisch aufbereitet hat. Die Sopranistin stellte ein weiteres Mal mit ihren gesanglichen Interpretationen ihr musikalischen Qualitäten unter Beweis. Am Ende dann das Titellied des Liederabends „Sag, welch wunderbare Träume“. Martina Garth zog nicht nur mit diesem Lied die begeisterten Zuhörer in ihren stimmgewaltigen Bann.

Zu „Nichts als Meisterstücke“ lädt „Pius am Mittwoch“ für Mittwoch, 26. Oktober, in den Gemeindesaal ein. Auf dem Programm werden Klavierquintette von Dmitri Schostakowitsch und Antonin Dvorak stehen. Dargeboten werden sie vom Koya-Klavierquintett mit Gorjan Kosuta (Violine).

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