„Pius am Mittwoch”: Erinnerung an vergessene Lieder

Von: ehg
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Starke Stimme: Sopranistin Nathalie DeRita verzauberte ihr Publikum. Am Klavier wurde sie von Hans-Günter Leuchter begleitet. Foto: Sevenich

Würselen. Vielseitig ist das Programm der Veranstaltungsreihe „Pius am Mittwoch”. Dabei räumt „Macher” Hans-Günter Leuchter auch der klassischen Musik gern einen Platz ein. Bei der jüngsten Veranstaltung wurden bis auf den langsamen Satz des bekannten Konzertes für Klarinette und Klavier von Mozart und das Lied „Auf dem Wasser singen” von Schubert ausschließlich unbekanntere Lieder, Arien und Instrumentalwerke von Brahms, Schumann, Meyerbeer, Spohr und Poulenc dargeboten.

Durch die virtuosen Solisten Nathalie DeRita (Sopran), Martin Busch (Klarinette) und Hans-Günter Leuchter (Klavier) wurden diese Stücke aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt. Die musikalischen Höchstleistungen wurden vom begeisterten Publikum, das das Pfarrheim an der Ahornstraße füllte, mit lang anhaltendem Beifall bedacht. Eine Kostprobe ihrer musikalischen Qualitäten lieferten die Musiker beim „Hirtenlied” von Giacomo Meyerbeer als Trio ab.

Vor allem machte die Sopranistin, die in den USA Gesang studiert und später ihre Ausbildung am Konservatorium in Maastricht erweitert hatte, Appetit auf mehr. Sie überzeugte nicht minder mit ihrer ausgereiften Interpretation des Liedes „Die Stille” von Robert Schumann.

Martin Busch, seines Zeichens Musiklehrer am Heilig-Geist-Gymnasium, brillierte auf seinem Instrument beim „Allegro con fuoco” des französischen Komponisten Francis Poulenc. Busch und Leuchter, der am Klavier seinen Part bravourös meisterte, befanden sich in allerbester Gesellschaft. Noch einmal kamen sie gemeinsam groß heraus, diesmal beim bereits erwähnten „Adagio”-Satz von Wolfgang Amadeus Mozart. Ein musikalischer Genuss der Extraklasse!

Seinen Höhepunkt erreichte das Konzert mit den sechs deutschen Liedern von Louis Spohr - neben dem Italiener Paganini einer der größten Geiger seiner Zeit. Geboten wurden von dem Trio intime Kleinode einfühlsamer Kammermusik mit einer außergewöhnlich ausgewogenen Ausprägung aller Stimmanteile.

Insgesamt ein Abend, der dazu beitrug, ausgefallene klassische Musik, wie sie nicht alle Tage geboten wird, populärer zu machen, als sie bisher schon ist. Der Beifall dafür war hochverdient.
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