Philippe Huguet spielt gekonnt auf brelscher Klaviatur

Von: ehg
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Chanson-Abend: Opernsänger Philippe Huguet, begleitet von Britta Elschner am Flügel. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Bei der Deutsch-Französischen Gesellschaft (DFG) ist es seit geraumer Zeit Tradition, anlässlich des Jahrestages des am 21. Januar 1963 im Elysée-Palast in Paris vom deutschen Bundeskanzler Konrad Adenauer und vom französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle unterzeichneten Vertrags ein Konzert mit einem französischen Künstler zu veranstalten.

Dieser Tag dürfe nicht unbeachtet vorübergehen, sagte die DFG-Vorsitzende Ellen Thielen-Vafaie 2017 zu zahlreichen Besuchern beim Chanson-Abend mit dem gebürtigen Franzosen und ausgebildeten Opernsänger Philippe Huguet im Alten Rathaus. Sie erinnerte daran, dass durch den Elysee-Vertrag der Stein für zahlreiche Partnerschaften und freundschaftliche Kontakte über die Grenze hinweg, nicht zuletzt durch das Deutsch-Französische Jugendwerk, ins Rollen gekommen sei.

Um es vorweg zu nehmen: Der Abend mit dem französischen Meister seines Faches war eine einzigartige Hommage an den Belgier Jacques Brel. Huguet, der sich bei den Chansons sowohl gesanglich als auch in seinem Minenspiel regelrecht verausgabte, trat auf seine ureigene Weise den Beweis dafür an, dass Brels Lieder von Liebe und Schmerz, von mahnender Sozialkritik und beißender Ironie immer noch begeistern können. Als der Sänger die Bühne betrat, war es fast so, als ob der große belgische Künstler zurückgekommen sei. Huguet umgarnte sein Publikum, brachte es zum Lachen und Träumen. Stürme der Begeisterung brachen nach jedem Stück und erst recht zum Ende des Konzertes aus.

Mit Temperament und stimmlicher Energie spielte der Franzose auf der brelschen Klaviatur. Dabei lieferte er keine billige Kopie ab, sondern setzte auch eigene Akzente. Immer blieb er glaubwürdig. Ob in den ruhigen Passagen oder in solchen impulsiver Leidenschaft waren Jacques Brel und seine tiefgreifenden Gefühle gegenwärtig. Es war ein mitreißendes kontrastreiches Konzert, das dem Anlass auf jeden Fall künstlerisch gemäß war. Kongenial begleitet wurde der französische Chansonnier von Britta Elschner am Flügel. Auch sie verdiente ein dickes Lob.

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