Baesweiler - Pfiffig und witzig: Die Kaktusblüte gefällt dem Publikum

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Pfiffig und witzig: Die Kaktusblüte gefällt dem Publikum

Von: Sigi Malinowski
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„Huch, wo kommt der denn her”? Einen Schreck in der Abendstunde erlebte Antonia, als der Nachbar Igor durchs Fenster stieg, weil Gasgeruch in seine Wohnung drang. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Die Praxis läuft gut - und die Beziehung auch. Eigentlich dürfte Dentist Julien Desforges keine gravierenden Probleme haben. Eigentlich... Denn, wie man(n) nun manchmal gepolt ist, eine Frau kommt mir zwar ins Haus, aber nicht dauerhaft.

Nach dieser Maxime lebt auch der Herr Doktor (gespielt von Heinz Simon Keller). Julien hält sich eine junge Freundin, die reizende Antonia (Sonja Isemer). Bis hierhin ist noch alles normal.

Wie „unnormal”, turbulent und doch liebenswert die ganze Geschichte unter dem Titel „die Kaktusblüte” werden kann, führte das Grenzlandtheater Aachen auf Einladung des Kultur- und Theaterkreises Grenzland in Baesweiler auf.

Köstlich amüsiert

Im Pädagogischen Zentrum des Gymnasiums erhielt das Publikum zwei gute Stunden „Nachhilfeunterricht”, wie man so schön in den Schlammassel hineinschlittert und auf charmante aber auch nervraubende Weise doch wieder aus dem „Liebessumpf” herausgezogen wird.

Gut 300 Zuschauer amüsierten sich köstlich über das Theaterstück, bei dem Peter Kuhn Regie führte. Seiner Freundin Antonia bindet der Zahnklempner einen Bären auf. Um das Liebesverhältnis nicht zu innig ausarten zu lassen, erfindet er (s)eine Ehefrau.

Der moderne „Münchhausen” hat sich damit natürlich höchst selbst einen Freibrief ausgestellt, um in anderen amourösen Abenteuern aufgehen zu können. Irgendwann dreht Antonia Simonet ab. Sie ist genervt von Juliens dauernden Absagen, ein Telegramm hat das Fass zum Überlaufen gebracht.

So wählt sie die Variante, aus dem Leben scheiden zu wollen. Selbstverständlich so eingefädelt, dass sie rechtzeitig gerettet werden kann. Und zwar durch Nachbar Igor Martin (Raphael Grosch) - der hat das ausströmende Gas gerochen. Julien rudert, seinem Herzen folgend, gegen. Jetzt kommt hurtigst der Heiratsantrag für Antonia, verbunden mit dem Geständnis, seine (angebliche) Frau sei mit der Scheidung einverstanden.

Aber dieses „Theater” hat er nicht ausreichend besetzt, denn Antonia glaubt dem Charmeur jetzt nicht mehr ohne weiteres und will die Frau Gemahlin persönlich kennenlernen. Diese „Angetraute” findet der mit Erfindungsreichtum gesegnete Zahnmediziner in Gestalt seiner Assistentin Stephanie Vigneau.

„Spritzig, pfiffig, witzig”, empfand nicht nur Theaterkreis-Vorsitzender Alfred Tribbels das turbulente Spiel der Darsteller. Die Besucher honorierten es mit langem Applaus.
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