Pfennigs öffnet in neuer Filiale an der Kückstraße

Von: tys
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In zehn bis zwölf Monaten Umzug geplant: Die Aufbauarbeiten am alten Geschäftsgebäude laufen bereits. Foto: Tyrone Schwark

Baesweiler. Für Familie Pfennigs aus Baesweiler wird es keine ruhige Weihnachtszeit werden. Im vergangenen Monat erst hatte ihr Familienunternehmen gebrannt, heute wollen sie schon den Verkauf in einer anderen Räumlichkeit wieder aufnehmen.

Es war der 15. November, als das Feuer ausbrach und rund 60 Feuerwehrleute das Schlimmste verhindern konnten. Auch wenn die Flammen schnell unter Kontrolle gebracht und keine Personen verletzt wurden, lag die Zukunft der Optikerfamilie im wahrsten Sinne des Wortes unter Wasser.

Die Wasserschäden durch die Löscharbeiten waren so gravierend, dass ein schneller Wiederaufbau des Geschäftslokals an der Kirchstraße unmöglich ist. Trotzdem lobt Inhaber Herbert Pfennigs die Arbeit der Einsatzkräfte: „ Nach etwa fünf Minuten war die Feuerwehr hier, das ging ratzfatz. Man muss auch bedenken, dass es gar nicht so einfach ist über die Kirchstraße zu kommen. Wie schnell alles ging, hat mich erstaunt.“

Dass der Schaden so enorm ausfiel, lag vor allem an der alten Bauweise des Hauses, bei der viel Holz eingesetzt wurde. Durch das viele Wasser verlor die Trägerkonstruktion des Gebäudes erheblich an Stabilität.

Mehr als 60 Jahre lang gehörte das Haus des Augenoptikers fest zum Stadtbild, nun musste eine schnelle Alternative gefunden werden. Und die fand sich schließlich in der Kückstraße: „Vorher war hier ein Geschäft für Herrenmode drin. Für unsere Zwecke brauchen wir ein Ladenlokal in einer bestimmten Größe. Wir sind froh, dass es hier so schnell geklappt hat. Unser Vertrag für die Geschäftsräume gilt ein Jahr lang“, erzählt der Optik- und Hörgeräteakustikmeister.

Gleichzeitig möchte er klarstellen: „Das Gerücht über ein explodiertes Bügeleisen als Brandursache stimmt nicht. Das besagte Bügeleisen hatten wir nach dem Brand noch. Wir mussten es nur wegschmeißen, da es nach den Löscharbeiten defekt war.“ Die Ermittlungen der Polizei für die tatsächliche Brandursache laufen noch.

Bis auf die neue Adresse wird sich für die meisten Kunden in nächster Zeit wenig ändern. Nur im Hörgerätebereich sei es schwierig, da in den meisten Fällen mit festen Terminen und Fristen gearbeitet wird – momentan würde dies schlecht gehen. „Die Kunden haben dafür Verständnis. Viele haben uns angerufen und viel Glück gewünscht. Daraus zieht man ebenfalls Kraft in der schwierigen Zeit“, sagte Pfennigs.

Eine Begegnung mit einem kleinen Mädchen geht ihm besonders ans Herz: „Sie war vielleicht drei oder vier Jahre alt und fragte, was denn mit dem „Mecki“ passiert ist, den wir immer zur Weihnachtszeit aufstellen. Da hab ich ihr erst einmal gesagt, dass der Figur nichts passiert ist und wir sie noch aufstellen werden – da hat sie vor Freude angefangen zu weinen.“ Neben der Unterstützung der Kunden lobt er ebenfalls das Engagement seiner Mitarbeiter, die „sobald jemand gebraucht wurde, nach nicht einmal einer halben Stunde zur Hilfe im Geschäft waren“.

Für den Inhaber sind es die kleinen und großen Dinge, die bei der Arbeit bislang perfekt funktionieren. Deswegen sind seine Ziele für die Aufbauarbeiten des alten Geschäftshauses auch optimistisch gesteckt: „Wir möchten gern in unser altes Ladenlokal zurück, schließlich gehört es meinen Eltern. Das Haus ist schon komplett entkernt. Unser Plan ist es, nach Möglichkeit in zehn bis zwölf Monaten wieder umziehen zu können.“

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