Pfarrer-Ehepaar Greier hinterlässt bleibende Eindrücke

Von: Daniel Gerhards
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Nach langem, erfolgreichen Wir
Nach langem, erfolgreichen Wirken verabschiedet: Das evangelische Pfarrer-Ehepaar Kirsti Greier und Gernot Ratajek-Greier verlässt die Gemeinde Setterich-Siersdorf. Foto: Daniel Gerhards

Baesweiler. Es stand schon länger fest, dass Kirsti Greier und Gernot Ratajek-Greier die Gemeinde Setterich-Siersdorf verlassen. Doch der Abschied in der Settericher Gnadenkirche war für das evangelische Pfarrer-Ehepaar trotzdem sehr emotional.

„Es ist, als würde man eine Familie verlassen”, sagte Kirsti Greier. In einem Festgottesdienst mit anschließender Feier wurden die beiden nun verabschiedet.

Vor 17 Jahren hatten beide ihren Dienst in der Gemeinde angetreten. Und sie hinterließen einen bleibenden Eindruck. „Sie haben das Wort Gottes nicht als Schmuselyrik verkauft, sondern in die Lebenswirklichkeit getragen. Auch wenn das nicht immer bequem war und es nicht immer alle hören wollten”, sagte Pfarrer Thomas Fresia. Sie hätten die Gemeinde nach innen geformt und nach außen geöffnet. Das ist für Kirsti Greier das, was besonders hängenbleibt: „Das Wichtigste ist, dass die Gemeinde es geschafft hat, eine richtige Gemeinschaft zu werden.” Die Gemeindeglieder hätten sich mit großem Engagement für andere eingesetzt. „Das war ein toller Weg.”

Wo der Weg hingehen sollte, das wusste noch niemand, als die beiden zum Dienst in der Gemeinde berufen wurden. „Wir waren schon bei der Probepredigt Feuer und Flamme. Das war für uns ein völlig neuer Anfang. Wir haben damals mit den frischen Ideen der beiden losgelegt”, erinnert sich der Siersdorfer Prädikant Dieter Gatzke.

Unterhaltsame Gottesdienste

Und dabei kam eine Menge rum: Beide gestalteten anspruchsvolle und unterhaltende Gottesdienste. Etwa einen Ostergottesdienst mit anschließendem gemeinsamem Frühstück. Oder den Karnevalsgottesdienst, die Gernot Ratajek-Greier in kölscher Mundart hielt. Auch die Konfirmandenarbeit des Ehepaars habe großen Wert für die Gemeinde gehabt, hieß es bei der Abschiedsfeier. „Sie sind mit der Zeit gegangen. Vor zehn Jahren konnte man noch anders mit den Jugendlichen reden als heute”, sagte Gatzke. Das habe dafür gesorgt, dass viele der Konfirmanden der Gemeinde in unterschiedlichen Funktionen erhalten blieben.

Dass die beiden großen Wert auf die Arbeit mit jungen Gläubigen legen, zeigten auch die „Kinderbibeltage”. Dabei habe es so viele Anmeldungen gegeben, dass man einigen Kindern wegen Überfüllung absagen musste. Zudem habe man auch immer versucht, die Schwächsten in der Gesellschaft zu unterstützen: Mit ihrem Engagement für die „Aktion Engel” und die „Tafel” hätten sie versucht, denjenigen, die wenig haben, etwas vom Wohlstand der Gesellschaft abzugeben, hieß es.

Nun wechselt Kirsti Greier an das Comenius-Institut nach Münster. Dort wird sie Referentin für das Thema „Kirche und Kinder”. Gernot Ratajek-Greier folgt ihr genauso auf dem Weg wie die Kinder Lina, Malte und Niels.

Noch kein Nachfolger

Einen Nachfolger für die Pfarrerstelle in der Gemeinde Setterich-Siersdorf gibt es bisher noch nicht. Dennoch hat das scheidende Pfarrer-Ehepaar schon ein paar gute Wünsche für den Neuen. „Unser Nachfolger soll auch die Möglichkeit haben, mal aufzuräumen. Er muss nicht alles so machen, wie wir es immer schon gemacht haben”, sagte Kirsti Greier.
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