Pfarre um einen selbst geschaffenen Schatz reicher

Von: ch
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Stellten in der Pannesheider Pfarrkirche St. Barbara das neue Familienevangeliar vor: Marlene Hollands, Pfarrer Michael Datené, Gerlinde Lohmann und Astrid Masur (von links). Foto: Christoph Hahn

Herzogenrath. Was am Sonntag in der Kirche verlesen wird, steht normalerweise in einem gedruckten Buch. Nicht so in der Pannesheider Pfarre St. Barbara: Hier ist es inzwischen zum Brauch geworden, dass die Gläubigen - seien es junge oder alte - ihr Evangelienbuch von eigener Hand schreiben, malen und kleben.

Jetzt sind die Mitglieder mit ihrem Projekt einen wichtigen Schritt weiter: Im Rahmen der Sonntagsmesse stellten sie zwei weitere Bände für eines der Lesejahre, die sich in der katholischen Kirche alle drei Jahre wiederholen, vor.

Bald ist das Vorhaben abgeschlossen: In der Liste, in der sich Mütter, Väter und Kinder zur Mitarbeit melden können, ist jedenfalls kaum noch Platz frei.

Im Schreiben und Malen sich die Texte der Bibel aneignen: Darin liegt auch den Worten von Pfarrer Michael Datené der tiefere Sinn des Projektes, der nun in Pannesheide zu einem guten Teil abgeschlossen worden ist.

Mit wie viel Liebe die beteiligten Christen zu Werke gegangen sind, zeigte anschließend eine Powerpoint-Präsentation im Rahmen des Gottesdienstes. Derweil die sorgsam von Hand aufs Papier gesetzten Berichte der Evangelisten auf die Wand des Altarraums projiziert wurden, lasen die Menschen, die diese Zeilen geschrieben hatten, „ihre” Passagen vor.

Den Gemeindemitgliedern war die Fertigstellung des neuen Familienevangeliars zudem Anlass für eine ungezwungene Feier. So standen nach dem Ende der Messe die von der Aachener Buchbinderin Thea Rong gebundenen Bände im Rahmen einer kleinen Ausstellung. Und bei einem Glas Sekt oder Saft stießen die Gläubigen darauf an, dass ihre Pfarre nun um einen selbst geschaffenen Schatz reicher ist.

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