Pfarre St. Sebastian: „Pastorale Aufgabe“ berührt

Von: -ks-
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Heftige Kritik: Die Pfarre St. Sebastian sieht sich durch den Plan der Stadt, Parkplätze vor dem Gotteshaus aufzuheben, in ihrer Arbeit beeinträchtigt.

Würselen. Der blaue Brief der Pfarrgemeinde St. Sebastian an Bürgermeister Arno Nelles (SPD) und die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt- und Stadtentwicklung fällt sehr deutlich aus. Das Vorhaben der Stadt, den Teerplatz vor der Pfarrkirche im Herzen Würselens neu zu gestalten und mit der Begrünung Parkplätze wegfallen zu lassen, wird abgelehnt.

In dem Schreiben, das von Pfarrer Rainer Gattys und den Kirchenvorstandsmitgliedern Heinz-Peter Hesse (Bau-/Liegenschaften) und Josef Schulteis (Finanzen) unterzeichnet ist, steht, dass die Vertreter der Pfarre „hier einen massiven Eingriff in die Ausübung unserer pastoralen Aufgabe sehen.

An Hochfesten, bei großen Beerdigungen werden die Kirchenbesucher auf ernste Schwierigkeiten stoßen, eine adäquate Parkmöglichkeit zu finden.“ Besonders betroffen wären gehbehinderte Menschen aus anderen Ortsteilen von Würselen. Die Pfarre St. Sebastian sehe „unsere Belange nicht im geringsten bedacht“. „Dies belastet die bisher vorhandene Vertrauensbasis nachhaltig.“

Der gefasste Beschluss solle zurückgezogen werden. Anstelle dessen sei eine andere Variante als „gelungener Kompromiss für uns und auch für die Bürger“ zu empfehlen: 20 Parkplätze mit 240 Quadratmetern Grünfläche. Davon abgesehen hätte sich die Pfarre eine Beteiligung im Vorfeld gewünscht. „Die Bürger und uns erst nach Fassung des Beschlusses über die Presse und in einem Bürgerforum zu informieren, ist zumindest bedenklich“, wird gezürnt.

Die CDU versuchte im Stadtentwicklungsausschuss, die so kritisierte, aber längst beschlossene Variante aus dem Maßnahmenkatalog für die Innenstadt zu kippen, unterlag jedoch bei der Abstimmung mit 5:7 Stimmen.

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