Pfadfinder sammeln für den Regenwald

Von: Stefan Schaum
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Fleißige Sammlerinnen: Die Jungpfadfinderinnen Lena Scheeren (l.) und Lara Ortmanns waren gern mit der Spendendose unterwegs, um dem Regenwald etwas Gutes zu tun. Foto: Schaum

Kohlscheid. In Südostasien liegt der Regenwald, in dem die Jungpfadfinder aus Kämpchen und Bank ein kleines Stück Natur schützen wollen. Um die Patenschaft für ein paar Quadratmeter übernehmen zu können, haben sie jüngst tüchtig mit der Spendendose geklappert.

Sie haben es an passender Stelle getan, nämlich vor dem Gartencenter Crumbach in Kohlscheid. Dort also, wo sie auf einige Naturfreunde hoffen durften. Und die Rechnung ging auf: 440 Euro kamen im Lauf von gut fünf Stunden zusammen, mehr als erwartet. Die kleinen Sammler - neun Kinder von 10 bis 13 Jahren - waren auch kaum zu übersehen.

Nicht nur wegen ihrer Kluft, die der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg. Auch die große schwarze Jurte, das Zelt der Pfadfinder, hatten sie gleich am Eingang des Gartencenters aufgeschlagen. Dort gab es eine Belohnung für alle, die etwas in die Spendendose geworfen hatten: Waffeln, Kakao oder Popcorn, sämtlich selbstgemacht von den fleißigen Pfadfindern, die emsig mit den Waffeleisen hantierten.

Die ursprünglich kalkulierten Vorräte waren dabei schnell aufgebraucht. Literweise floss die Milch in die Rührschüsseln, um frischen Waffelteig zu produzieren. Des öfteren mussten die Pfadfinder daher in den Supermarkt flitzen um weitere Vorräte zu besorgen.

Ehrensache

Solches Engagement ist für den Stamm Ehrensache. „Der Einsatz für die Natur gehört bei Pfadfindern einfach dazu”, sagte Leiter Michael Pietsch. Der 22-Jährige hat in den vergangenen Monaten mit den Jungpfadfindern einiges rund ums Thema erarbeitet. Unter anderem am Amstelbach, den die Kinder mit einem kleinen Biolabor untersucht haben. Auch exotische Früchte und deren aufwändigen Transport in alle Welt haben sie kritisch unter die Lupe genommen.

Bunte Collagen

Den Regenwald konnten sie bei ihrer Spendenaktion ebenfalls präsentieren. Jedenfalls in Form bunter Collagen und Infotafeln, die sie an die Zeltwände geheftet hatten. Zahlreiche Fotos hatten sie dazu aus Informationsbroschüren ausgeschnitten, die sie auch zur Hand hatten, um potenzielle Spender zu informieren. Hübsche Blickfänge, die viele ihre Portemonnaies zücken ließen. Kaum jemand eilte achtlos an den Kindern vorbei, die da so fleißig klapperten.

Es läuft gut

„Das läuft ja richtig gut”, sagte Jungpfadfinder Jens Bauer, der gern die Infobroschüren zum Thema Regenwald verteilte. „Die Leute nehmen uns ernst und reden auch gern mit uns.” So war das kreative Engagement für den Regenwald nicht bloß nützlich, sondern auch noch unterhaltsam.
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