Petitionsausschuss: Neubau des Schulzentrums Annagelände alternativlos

Von: -ks-
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Alsdorf. Die Stadt Alsdorf fühlt sich in ihrer Auffassung bestätigt: Der Petitionsausschuss des Landtags vertrete den „Bau eines Kultur- und Bildungszentrums auf dem Annagelände und in der Kraftzentrale als wirtschaftlichste Lösung und alternativlos.

Er befürworte damit die Argumentation der Stadt Alsdorf, zitiert die Stadt aus der Mitteilung des Gremiums. Zum Hintergrund: Der Petitionsausschuss hatte sich auf Eingabe der Bürgerinitiative „Wohnen am Langhaus” in Alsdorf bei einer Anhörung ein Bild von der Situation gemacht. Anwohner befürchten negative Auswirkungen auf ihre Wohnlage, sollte in der Nachbarschaft das neue Schulzentrum, das Realschule und Gymnasium aufnehmen soll, gebaut werden.

„Ich freue mich sehr, dass der Petitionsausschuss unsere Auffassung teilt und bestätigt”, kommentierte Bürgermeister Alfred Sonders den Bescheid. „Der Petitionsausschuss hat zur Kenntnis genommen, dass der von der Stadt Alsdorf angestrebte Neubau eines Kultur- und Bildungszentrums auf dem ehemaligen Annagelände trotz der sehr schwierigen Haushaltssituation von der Kommunalaufsicht als die insgesamt wirtschaftlichste Lösung angesehen wird.”

Unter den Gesichtspunkten der Folgekosten, verkehrlicher Situation, energetischer Überlegungen wie auch städtebaulicher Überlegungen werde auch vor Ort der Neubau in der Kraftzentrale als alternativlos angesehen, so der Petitionsausschuss.

Verträgliches miteinander

Der Ausschuss gehe davon aus, dass hinsichtlich der Lärmsituation eines noch zu schaffenden neuen Kultur- und Bildungszentrums die Stadt ein verträgliches Miteinander mit der angrenzenden Wohnbevölkerung organisiert. Aus Sicht des Petitionsausschusses biete die jetzige Planung Potential, Geschichte und städtebauliche Entwicklung in Alsdorf miteinander in Einklang zu bringen und damit einen wichtigen Beitrag zur Überwindung des Strukturwandels zu leisten.

Der Ausschuss begrüße ausdrücklich die Bereitschaft des Bürgermeisters der Stadt Alsdorf, den Dialog mit einem Sprecher der Initiative fortzuführen. Der Petitionsausschuss gehe nach den Bekundungen der zuständigen Behörden des Landes davon aus, dass über den Förderantrag umgehend entschieden wird, so dass die geplanten Fördergelder in Höhe von insgesamt zwölf Millionen Euro von 2011 bis 2013 fließen können. Die Fertigstellung des Bildungszentrums ist für 2013 geplant. Mit dem Bewilligungsbescheid sei im kommenden Jahr zu rechnen.

„Das überrascht uns nicht. Wir nehmen das zur Kenntnis”, sagte auf Anfrage Helmut Hüdepohl von der Bürgerinitiative am Langhaus. Dass das Votum des Petitionsausschusses wohl nicht pro BI ausfallen würde, habe sich bereits bei der Anhörung abgezeichnet. Allerdings hofften er und seine Mitstreiter nun, dass Bürgermeister Sonders in der Tat der Aufforderung des Petitionsausschusses nachkommt und den Dialog sucht, um die Auswirkungen des neuen Zentrums auf die Anwohner so gering wie möglich zu halten, betonte Hüdepohl.
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