Baesweiler - Peter Strauch erhält den Baesweiler Ehrenlöwen

Peter Strauch erhält den Baesweiler Ehrenlöwen

Von: Karl Stüber
Letzte Aktualisierung:
13747830.jpg
Ein bewegender Moment: Bürgermeister Dr. Willi Linkens (l.) überreicht seinem langjährigen Weggefährten und Freund, dem ehemaligen Ersten Beigeordneten Peter Strauch, den Ehrenlöwen der Stadt Baesweiler. Foto: Wolfgang Sevenich

Baesweiler. Außer Dienst, aber unvergessen und weiterhin in Baesweiler gern gesehen ist Peter Strauch. Der ehemalige Erste und Technische Beigeordnete ist am Abend im Rahmen des Neujahrsempfangs der Stadt im Pädagogischen Zentrum des Gymnasiums mit dem Baesweiler Ehrenlöwen ausgezeichnet worden.

Strauch war Ende April des vergangenen Jahres nach Ablauf seiner dritten Wahlzeit und 24-jähriger Tätigkeit aus dem Dienst der Stadt Baesweiler ausgeschieden.

Laudator und Bürgermeister Dr. Willi Linkens (CDU), der Strauch sicherlich gerne weiter als stellvertretenden Verwaltungschef und langjährigen Weggefährten an seiner Seite gesehen hätte, sagte: „Peter Strauch war in den vergangenen 24 Jahren der wichtigste Kollege für mich, mit dem ich mich absolut uneingeschränkt und ohne die kleinste Ausnahme bestens verstanden habe.“ Beide hätten ein Team gebildet, getragen von Freundschaft, Vertrauen und Hilfsbereitschaft, das auch im schwierigsten Fahrwasser harmonisch gearbeitet habe.

Kreativ und ideenreich

„Als kompetenter, kreativer und ideenreicher Dezernent hat er sich große Verdienste um die Belange der Stadt Baesweiler und die gesamte Region erworben“, sagte Linkens zu und über Strauch. Bis Ende seiner Amtszeit habe er die Geschicke seines Dezernats umsichtig gelenkt und entscheidende Impulse gesetzt. Mit unermüdlichem Engagement, Kreativität und Kompetenz habe er die Stadt Baesweiler nach vorne gebracht und ihre Entwicklung „zu einem blühenden Mittelzentrum“ begleitet und unterstützt.

„Peter Strauch war hilfsbereiter Ansprechpartner der Bürgerschaft, der alles daran setzte, realistische Wünsche zu erfüllen und Ideen aufzugreifen“, bescheinigte Linkens dem zu Ehrenden.

Zugleich, so der Bürgermeister weiter, habe Strauch als Fachmann dem Stadtrat und dessen Ausschüssen stets mit kreativer und überzeugender Argumentation zur Seite gestanden – und sei im Interesse der Weiterentwicklung Baesweilers kompromissbereit und bestrebt gewesen, Harmonie und Einvernehmen zu erzielen. Verlässlichkeit gegenüber Institutionen und Behörden seien ihm in seiner Arbeit für die Kommune selbstverständlich gewesen.

Als Beispiele für das nachhaltige Wirken Strauchs führte Linkens unter anderem die Einrichtung des Kulturzentrums Burg Baesweiler und den Carl-Alexander-Park an, der als Großprojekt mit einem Investitionsvolumen von rund sieben Millionen Euro „mit vielen Anforderungen, enormen Herausforderungen und nicht geringem Ärger“ verbunden gewesen sei.

Gut gelungen sei die Umgestaltung des Reyplatzes und die grundlegende energetische Sanierung des städtischen Gymnasiums. Wesentlich sind laut Linkens die vielen Investitionen im Zuge des Programms „Soziale Stadt Setterich“ mit der Umgestaltung der Hauptstraße, dem neuen Einkaufszentrum, dem Haus Setterich und der Sanierung der Siedlungsbereiche Setterich Nord und Ost.

Nicht zu vergessen auch Strauchs „vehementer Einsatz“ im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes für die Baesweiler Innenstadt mit der Umgestaltung des Bereichs am Feuerwehrturm, des Kirchwinkels und des Volksparks. „Unser gemeinsamer Kampf für die Erweiterung des vorhandenen Einkaufszentrums im Bereich Feuerwehrturm war sicherlich besonders erfolgreich“, sagte Linkens.

Nicht zuletzt auch dank Strauch sei die Ausweisung neuer Wohngebiete bedarfsgerecht verlaufen: „Die dortigen Bewohner fühlen sich wohl. Kurzum, in Baesweiler gab es keine unrealistische Planwirtschaft, sondern eine auf Ortskenntnis und Fachwissen beruhende realistische Planung für alle sieben Stadtteile.“

Unter großem Beifall überreichte Linkens seinem Weggefährten Strauch den Ehrenlöwen nebst Urkunde, in der Hoffnung, dass beider Freundschaft weiter Bestand habe – verbunden mit der „Androhung“, im Hause Strauch nachzuschauen, ob denn beide Utensilien einen würdigen Platz gefunden haben.

Strauch bekannte, es würde sich etwas merkwürdig anfühlen, eine Auszeichnung für etwas zu bekommen, an dessen Entstehen er beteiligt gewesen sei – eben das Baesweiler von heute. „Ich habe mich nicht im Fokus des Suchrasters für den Ehrenlöwen gesehen.“ Aber sein Vater habe ihn wieder etwas beruhigt, indem dieser erklärte, es sei immer noch besser, eine Auszeichnung zu bekommen als dass die Menschen froh seien, dass man gegangen ist.

Persönliche Wertvorstellungen habe Strauch mit Linkens geteilt, so etwa den Leitgedanken, nur das auszugeben, was man auch hat. Es habe sich ausgezahlt, langfristige Ziele geduldig zu verfolgen und nicht in kurzer Zeit mit viel Mitteln Erfolg zu suchen – ein echtes Erfolgsrezept. Baesweiler habe ein Zeichen gegen Genuss pur gesetzt und stelle durch seine Erfolge einen Ansporn für andere in der Städteregion dar, „aber auch für uns“.

Und der Harmonieverein St. Petrus Baesweiler unter der Leitung von Jürgen Reimann sorgte noch zusätzlich für Wohlklang.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert