Persönlicher Blick auf „Mutter Anna“

Von: Yannick Longerich
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Hier verbringt er viel Zeit: Autor Werner Weihrauch schätzt die Arbeit an seinem Schreibtisch. Doch ob er dort einen weiteren Roman schreibt, weiß er nicht. Foto: Yannick Longerich

Alsdorf. In sich ruhend sitzt Werner Weihrauch in seinem Sessel und erzählt, wie ihn das Leben seiner Eltern zu seinem fünften Roman inspiriert hat. Nach seinen ersten beiden Werken „Erzähl aus deiner Jugend“ schließt sich für den Autor aus der Broicher Siedlung der Kreis in der Betrachtung derer, die ihn geprägt haben.

Die Handlung seines Buches „Mutter Anna“ beginnt um die Jahrhundertwende in Carlsburg, Schlesien, mit Annas Eltern und ihrer Geburt. Trotz des einseitigen Titels fließt die Vita des Vaters gleichermaßen mit ein. Bis zur Hochzeit beider und der Geburt Werner Weihrauchs als ältestem von fünf Geschwistern im Jahre 1928 werden beide Lebensläufe zusammen geführt.

Eine Odysseé im wahrsten Sinne spannt sich auf, vom Schindelhaus mit Petroleumlampe bis hin zum Farbfernseher im Zeitalter der Technologie. Das Werk porträtiert die von zwei Weltkriegen gezeichnete Familie. Besonders zur Geltung kommen die Monate nach Werner Weihrauchs eigener Einberufung 1944. Von da an musste Mutter Anna mit den übrigen vier Geschwistern die Flucht vor der anrückenden Roten Armee alleine bewältigen.

Seine jüngste Schwester inspirierte ihn in besonderem Maße, die Lebensgeschichte seiner Eltern zu Papier zu bringen. Weihrauch: „Sie war es letztendlich, die mich vollends überzeugen konnte. Aufgrund des Altersunterschiedes von fast 13 Jahren hatte ich dann ja noch ein paar Erinnerungen mehr als sie, das hat geholfen.“

Auf die Frage nach einem sechsten Buch antwortete Weihrauch zögernd. Seine literarische Kreativität und Inspiration sei nach all den Jahren zwar ungebrochen, aber einen allzu großen Drang für einen sechsten Roman verspüre er momentan nicht. Seine Lebensgefährtin Waltraud lächelt milde. „Kurzgeschichten wären sehr interessant. Aber vor einem neuen Roman würde es mir ein wenig grauen. Irgendwann wärst du nur noch vor dem Bildschirm.“

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