Nordkreis - Pendler: Viele verlassen die Stadt, um zu arbeiten

Pendler: Viele verlassen die Stadt, um zu arbeiten

Von: Naima Wolfsberger
Letzte Aktualisierung:
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Wer im Nordkreis lebt, ist mobil, wenn es um die Wahl des Arbeitsplatzes geht. Das zeigt die jüngste Pendlerstatistik des Landes NRW. Symbolbild: dpa

Nordkreis. In der Städteregion ist es Gang und Gäbe die Nähe der Kommunen zu nutzen und oft auch in einer anderen Stadt zu arbeiten, als in jener, in der man wohnt. Keine der Nordkreiskommunen hat einen Arbeitsmarkt zu bieten, der in der Früh mehr Menschen anlockt, als aus ihr herausfahren. Auch wenn Würselen sehr nah an diesen Umbruch herankommt.

Ein weiteres Merkmal des Nordkreises scheint es zu sein, dass ein reger Austausch zwischen Alsdorf, Baesweiler, Würselen und Herzogenrath herrscht. Das zeigt die jüngste Pendlerstatistik von IT.NRW.

Würselen: fast ausgeglichen

37693 Bewohner hat Würselen, gut ein Drittel davon, nämlich 12.930 Personen, verlässt jeden Tag für für die Arbeit die Stadt. Dass kaum mehr Menschen, genauer 13.512, Werktags in die Stadt hineinfahren dürfte unter anderem am Medizinischen Zentrum der Städteregion liegen, welches einer der größten Arbeitgeber in der gesamten Städteregion ist. Gerade mal 582 Menschen machen den Unterschied der Ein- und Auspendlerzahlen. Eine solche fast ausgeglichene Bilanz weist keine der anderen Städte im Nordkreis aus.

In Alsdorf, Baesweiler und Herzogenrath sieht es folgendermaßen aus: Um die 50 Prozent mehr Menschen pendeln täglich aus den Städten heraus, als hinein. In Alsdorf leben 45.522 Menschen. 15.348 von ihnen verlassen die Stadt jeden Morgen. Alsdorfer Pendler fahren vor allem nach Aachen, Würselen und Eschweiler. Die längsten Wege legen hingegen die 99 Männer und 50 Frauen zurück, die täglich nach Düsseldorf fahren.

Etwa 60 Kilometer sind sie von ihren Arbeitsstellen entfernt, die mit dem Zug in durchschnittlich 1,4 Stunden und mit dem Auto in etwa einer Stunde erreichbar sind. Vergleichbar ist der Weg der 381 Alsdorfer (116 Frauen, 265 Männer), die die 56,8 Kilometer nach Köln hinter sich bringen müssen, um Geld zu verdienen. Diese beiden Städte sind aber die Ausnahme. In der Regel legt der pendelnde Alsdorfer pro Strecke zur Arbeit fünf bis zehn Kilometer zurück.

In Baesweiler leben 27.898 Menschen. Mehr als ein Drittel der Baesweiler Einwohner, 9778 von ihnen, verlassen die morgens die Stadt, um zur Arbeit zu fahren. Etwas mehr als 3000 arbeiten in Aachen, knapp mehr als 1000 in Alsdorf, knapp über 600 in Würselen. Die größte Distanz legen 75 Frauen und 171 Männer täglich mit 55,5 Kilometern nach Köln zurück. Den weitesten Weg nach Baesweiler hinein, 23,3 Kilometer aus Düren, legen 60 der 4114 Einpendler zurück. Dafür reisen etwa 50 Niederländer täglich an, um in Baesweiler das Geld für ihre Brötchen zu verdienen.

Auch Herzogenrath verliert zu Dienstbeginn 16283 seiner 46708 Einwohner und gewinnt dafür gerademal 7488 Pendler aus anderen Städten dazu. 8712 Herzogenrather gehen nach Aachen, 1583 nach Würselen, 933 nach Alsdorf. 368 Herzogenrather fahren täglich nach Köln, 210 nach Düsseldorf. Die meisten Pendler, 2051, die zum Arbeiten nach Herzogenrath hinein fahren kommen aus Aachen. Das Unternehmen Aixtron gelegen nahe der Stadtgrenze zu achten ist ein Grund dafür.

Aber auch 64 Kölner machen sich täglich auf die 62,2 Kilometer lange Reise nach Herzogenrath – im Gegensatz zu den anderen Nordkreiskommunen, die scheinbar weder Kölner noch Düsseldorfer überzeugen können, die Fahrtstunden auf sich zu nehmen.

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