Alsdorf - Pater Gerd Blick berichtet über sein Leben

Pater Gerd Blick berichtet über sein Leben

Von: mas
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Für Vortrag gedankt: Ein gutes Tröpfchen hatte Franz-Josef Müller (l.) für Pater Gerd mitgebracht. Der Geistliche berichtete vom Orden der Passionisten und gab auch sehr Persönliches preis. Foto: Sigi Malinowski

Alsdorf. Leidenschaft. Das ist das Wort, das ist der Begriff, der im Raum steht. Pater Gerd Blick erzählt ruhig. Dennoch hört man oft die Leidenschaft heraus, mit der er seinen Beruf – für ihn eine Berufung – lebt. In der Bücherei des Ofdener Pfarrheims St. Barbara (KÖB) erzählte der Priester aus seinem Leben, nachdem er von Franz-Josef Müller begrüßt wurde.

Der Pater stellt gegenüber den Zuhörern klar, „wir reden uns mit dem Vornamen an“. So entsteht sofort auch eine Nähe zwischen dem Referenten und seinen Besuchern.

An den Anfang stellte Pater Gerd die Biografie von Paolo Francesco Daneo, der später als Paul vom Kreuz heilig gesprochen wurde. Seine Verantwortung für die Familie, seine Begeisterung für Christus, seine Vision: das Leiden Christi verständlicher machen für seine Zeit. Die Gründung und Verbreitung des Ordens der „Passionisten“ mit dieser Aufgabe.

Als Pater Gerd die Bedeutung des Leidens Christi in kurzen Sätzen darlegte, war zu spüren, dass es sich nicht um eine altbackene Heiligenlegende und Ordensgründung aus dem 17. Jahrhundert handelt. Sondern um ein wichtiges aktuelles Anliegen und Zeugnis, für das Pater Gerd mit seiner Person einsteht. Er berichtete über seine persönliche Begegnung mit diesem Orden in Dinslaken, über Fahrten mit den Patres nach Italien zu den Passionistenklöstern, insbesondere dem Gründungskloster in den Abruzzen.

Er stellt heraus, was er an dem Orden schätzt. Sein Getragensein in einer kleinen Gemeinschaft vor Ort und in einem großen Bündnis weltweit. Schließlich steht der männliche Zweig der Passionisten mit rund 3500 Mitgliedern weltweit im Ranking der über 300 Männerorden auf Platz 14.

Es gibt eine österreichische Provinz, zu der auch das Münchener Kloster gehört. Die wenigen norddeutschen Niederlassungen zählen zur Niederländischen Provinz, die auch das mittlerweile geschlossene Kloster in Dinslaken gegründet haben. Dessen damals moderne Kirche erinnert stark an die St. Castorkirche, so dass Pater Gerd sich dort schnell heimisch fühlte. Weitere Themen sind seine Reisen und Erfahrungen.

Diese sammelte er in Brasilien, Indonesien, Italien und natürlich Rom, Sitz des Generalats. Erfahrungen einer lebendigen Kirche, die seine Seelsorgearbeit beflügeln. Auf Papst Franziskus angesprochen, wird er sehr persönlich und engagiert. Priester in der Kirche sei keine Karriere, sondern ein Dienst. Dass Wiederverheiratete von den Sakramenten ausgeschlossen sind, sei angesichts des Umgangs Jesu mit den Sündern ein Skandal. Selbst Judas habe er nicht verjagt, sondern den Bissen mit ihm geteilt. Die Kirche müsse sich vor verengenden theologischen Auslegungen hüten, dass sie nicht zu dem Pharisäer werde, vor dem Jesus selber gewarnt habe.

Er offenbarte auch persönliche Neigungen als ein Freund des rheinischen Karnevals und als ein Bewunderer der Kunst von Jürgen Beckers, für den er nun auch seelsorgerisch zuständig ist: „Ich wusste nicht, was ich meiner Schwester schenken sollte, nun habe ich für sie eine Karte für Jürgen Beckers in der Stadthalle!“ Pater Gerd brachte einen frisch gedruckten Flyer mit, der Geschichte und Anliegen der Passionisten aufzeigt.

Zum Schluss kredenzte der Gastgeber Brot und Wein und zeigte sich – ebenso wie seine Gäste – überzeugt: Es gibt ein Wiedersehen.

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