Pater Fritz Siegers ist ein Leben lang für Menschen im Einsatz

Von: rp
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Ein Vorbild für die Gesellschaft: Pater Siegers (3.v.l.) erhält aus den Händen von Bürgermeister Alfred Sonders (3.v.r.) die Ehrenurkunde. Foto: Marietta Schmitz

Alsdorf. Die Alsdorfer-Bürger-Union (ABU) verleiht seit dem vergangenen Jahr an Personen oder Institutionen, die sich in besonderer Weise um Alsdorf und deren Bürger verdient gemacht haben, einen Preis. In diesem Jahr hat die Mitgliederversammlung Pater Fritz Siegers, Mariadorfer aus dem Kloster Broich, einstimmig auserkoren.

Zur Feierstunde anlässlich der Preisübergabe waren auch Bürgermeister Alfred Sonders, sein Vertreter Ralf Kahlen und Kämmerer Michael Hafers im Saal Drehsen vertreten. Mit dabei war zudem der Fraktionsvorsitzende der UWG der Städteregion Aachen, Gerhard Maaßen. Sie wurden neben Pater Siegers vom ABU-Fraktions-Vorsitzenden Bernd Mortimer, willkommen geheißen.

Die Laudatio auf Pater Siegers, der 38 Jahre als Missionar am Amazonas in Brasilien tätig war, hielt Mortimer. „Mit unserem Preis wollen wir unserer Bewunderung und Achtung für die streckenweise außerordentlich mutige Lebensleistung unseres noch sehr regen Paters Fritz Siegers (79) in der Seelsorge, bei der Missionsarbeit und im sozialen Engagement auf gleich zwei Kontinenten Ausdruck verleihen“, stellte er fest. Siegers verstehe es als Seelsorger und als Missionar, die christliche Botschaft in einer Sprache zu verkünden, die die Menschen erreiche und anstoße. In Brasilien habe ihn die soziale Not, besonders das Elend der Kinder, so angerührt, dass er hingegangen sei, um ihnen Hütten und später sechs Kindergärten zu bauen.

1998 kehrte Siegers zurück in seine Heimatgemeinde Mariadorf und sorgt bis heute für die ihm anvertrauten Gläubigen in der Pfarre Johannes XXIII. mit den Gemeinden Hoengen, Mariadorf, Warden, Begau und Broicher Siedlung.

Ehrenurkunde

Eine Ehrenurkunde in Würdigung seines sozialen und gesellschaftlichen Engagements, verbunden mit einem Geldgeschenk für seine Arbeit für arme Straßenkinder in Brasilien, die der Pater weiter leistet, sowie ein Weinpräsent übergab Bernd Mortimer schließlich an den Würdenträger.

„Sie waren ein Leben lang für die Menschen da. In Brasilien haben sie für die armen Menschen als Missionar gekämpft, ohne Rücksicht auf ihre eigene Gesundheit und das eigene Leben“, dankte auch Bürgermeister Sonders dem Pater, den er überdies als Sangesbruder „hin und wieder“ beim MGV Broicher Siedlung schätzen gelernt habe. „Sie sind ein Seelsorger, wie er im Buche steht und haben den Preis mehr als verdient.“

Pater Siegers zeigte sich beeindruckt und dankte für die vielen lobenden Worte. Er ging auch auf seine beiden Broschüren ein, in denen er seine Jugend- und Studienzeit sowie die 38 Jahre seiner Missionarstätigkeit in Brasilien darstellt. Sie sollen in einem Buch zusammengefasst werden. Der Erlös dient der Arbeit in Brasilien.

Ein letzter Zeitzeuge

Immer wenn Pater Siegers nach Brasilien zurückkommt, stelle er fest, dass er dort inzwischen einer der letzten Zeitzeugen der 60er Jahre sei. Viel konnte der Pater von seiner Zeit am Amazonas erzählen, unter anderem von seinen erlittenen Krankheiten und einer gefährlichen Kanufahrt auf den Nebenflüssen des Amazonas, die ihn fast das Leben gekostet hätte. Durch diese Berichte wurde es noch ein spannender Abend auch für die vielen Gäste.

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