Würselen - „Pandabär“-Prinz Jarek I. regiert die Narren in Broichweiden

„Pandabär“-Prinz Jarek I. regiert die Narren in Broichweiden

Von: ehg
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Alaaf: Jarek I. (Mitte) wird durch Präsident Hans-Josef Bülles (r.) proklamiert. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Von der ersten bis zur letzten Minute schlug im Pfarrheim an der Luciastraße das Stimmungspegel weit aus, als der KV „Hölze Päed“ dort durch ihren eloquenten Präsidenten Hans-Josef Bülles den neuen Weidener Narrenherrscher inthronisierte, Seine Tollität Prinz Jarek I. (Kosch), seines Zeichens amtierender Maikönig des Vorweidener Jungenspiels „Nassau“.

Seine Aktiven legten zu dessen Überraschung einen flotten Tanz auf die Bühne und gelobten auf ihre ureigene Weise die Gefolgschaft der Vorweidener Spellsleute.

Zu den Klängen des Trommler- und Pfeiferkorps Bardenberg im historischen Rot und Weiß präsentierten sich zum Auftakt die „Hölze Päed“. Mit netten Tänzen warteten Mariechen Lotta und die Kindergarde auf, echte Eis- und Herzensbrecher! Der Boden war bereitet für „Ne bonte Pitter“ (Edgar Andres), der – erfolgreich – einen ersten Angriff auf die Lachmuskeln startete.

Für Prinzessin Sonja I. (Jongen) hieß es sodann Abschied nehmen. Emotional stark bewegt, musste sie sich das eine oder andere Tränchen verkneifen. Herzlich bedankte sie sich bei ihrem Hofstaat und erst recht bei ihrem karnevalistischen Fußvolk für die treue Gefolgschaft, die sie ihr in der zwar kurzen, aber nicht weniger intensiven Session gewährt hatten. Einen Sonderorden gab es für die scheidende Tollität als kleines Trostpflaster. Den Abschied versüßte ihr Mariechen Laura mit einer reifen tänzerischen Darbietung, während der zu proklamierende Nachfolger und dessen Hofstaat schon mit den „Hufen scharrten“.

Nach einem triumphalen Einmarsch, getragen von einer Woge der Begeisterung, empfing Jarek I. (Kosch) die Insignien seiner Regierungsgewalt. „Getauft“ wurde er analog seinem Spitznamen auf „Pandabär“-Prinz. Wohin die närrische Reise in dieser Session in Weiden geht, das verkündete er selbstbewusst seinem närrischen Auditorium in seiner elf Punkte umfassenden Regierungsklärung. Er verdonnerte die Stadt Würselen zum Bau einer Eventhalle auf der Grenze von Weiden und Linden. Damit werde die Brauchtumspflege in den beiden Ortsteilen im Winter und auch im Sommer gesichert.

Die Grundschule und die Kindergärten in Weiden hielt er an, bei der „Hölze Päed“-Kindersitzung am 28. Januar eifrig bei der Programmgestaltung mit zu wirken. Bei der Senatoren-Matinee am 12. Februar habe der gesamte Vorstand einen Prinzentanz aufs närrische Parkett zu legen. Ballettmeisterin Monique werde ein Sondertraining anbieten. Den Kämmerer der Stadt und Schatzmeister des Komitees Würselener Karneval, Ludwig Bremen, verpflichtete Seine Tollität aus dem Hause Kosch, Rücklagen für die Session 2017/2018 zu bilden. Denn dann feiere der Weidener Karnevalsverein sein viermal elfjähriges Bestehen. Mit „5 Jraad us Kölle“ ging ein neuer Stern am musikalischen Himmel in Weiden auf, frech, jung, spontan und charmant zugleich.

Dann gaben sich die Gratulanten das Mikrofon in die Hand: als Repräsentant der Stadt, Beigeordneter Roger Nießen, Hanno Neubert vom Komitee Würselener Karneval, Günter Kriescher von der JUKIWE und der 1. Würselener Karnevalsverein durch den gekürten Prinz Gert I. (Kempf ) mit Prinzengarde sowie die Linden-Neusener Klöös durch „Vize“ Fred Kruse. Aber auch die Ortsvereine waren zahlreich zur Stelle. Ihr Aufwartung machte nicht zuletzt die Bardenberger Prinzengarde mit dem proklamierten Prinzenpaar Stefan I. und Birgit I. (Kaiser), angeführt vom Kommandanten Ingo Pfennings und Vorsitzendem Heinz Fischer.

Eine rasant akrobatisch-tänzerische Show zog die Tanzgruppe „Mystik“ des TV Eschweiler ab. Dabei entführte das Tanzensemble sein begeistertes Publikum in die fantastische Welt von Pandora. Geboten wurde ihm ein Showtanz der Extraklasse in ausgefallenen Kostümen und faszinierenden Lichteffekten.

Kölsche Tön pur erfüllten den Saal, als „De Stroßenräuber“ auf die Pauke hauten. Und damit ihren stimmungsvollen Beitrag dazu leisteten, dass zum „Elften im Elften“ auch in Weiden die Tür zur fünften Jahreszeit weit aufgestoßen worden ist.

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