Paket „Soziale Stadt” für Alsdorf geschnürt

Von: Karl Stüber
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Ist die Zeit der Stille bald vorbei? Noch stehen in der Alsdorfer Luisenpassage viele Geschäftslokale leer. Foto: Stüber

Alsdorf. Während im benachbarten Baesweiler das Konzept „Soziale Stadt Setterich” zügig umgesetzt wird, hat die Stadt Alsdorf bis jetzt noch an der notwendigen Änderung des Förderantrags für Alsdorf-Mitte „gebastelt”.

Sollte das Konzept allerdings in der Tat bezuschusst und wie geplant realisiert werden, wäre dies ein entscheidender Beitrag zur weiteren Stadtentwicklung, wie im Stadtrat betont wurde.

Bernd Niedermeier, Mitarbeiter der Aachener Planungsgruppe MWM, stellte das in enger Absprache mit der Bezirksregierung Köln umgestrickte Konzept vor. Noch am Tage der Ratssitzung hatte es letzte Absprachen mit der Genehmigungsbehörde gegeben, betonte Bürgermeister Alfred Sonders. Dezernent Stephan Spaltner sagte zuversichtlich: „Beim Regierungspräsidenten sind alle Eckpunkte geklärt.” Abgabetermin der modifizierten Antragsfassung ist Ende Juli.

Hinter dem sperrigen Untertitel „Integriertes Handlungskonzept und Förderantrag - Fortschreibung” stecken mehrere Schlüsselprojekte. Neben dem bereits vielfach diskutierten Kultur- und Bildungszentrum - gemeint ist der Neubau von Gymnasium und Realschule unter Einbeziehung der ehemaligen Kraftzentrale (Langhaus) auf dem Annagelände - geht es vorrangig um die „Soziale Infrastruktur”. Zur Ausgestaltung und Begleitung wird nun extra ein neuer Verein gegründet mit Namen ABBBA. Das Kürzel steht für „Alsdorfer Bildungs-, Beratungs-, Begleitungs-Angebote”. Die Verwaltung wurde von Rat beauftragt, unter diesem Dach bereits in Alsdorf aktive soziale und kulturelle Initiativen und Einrichtungen zusammen zufassen. Diese sollen mit einer Reihe von Projekten und Angeboten in der überwiegend leer stehenden Luisenpassage Einzug halten. Dort will man das das Stadtteil- und Bildungsmanagement konzentrieren.

Hierfür soll ein Geschäftsführer bzw. Manager eingestellt werden. Unter dem Dach der Luisenpassage sollen fest angesiedelt sein: Mütter-Café, Schülerjobbörse, Familienpaten, Bildungsmentoren, Pflegeelternbegeleitung, Jugendtreff, Elterntraining und verschiedene Formen der Sprachförderung. Zudem sollen integrativen Sprechstunden angeboten werden. Ein entsprechendes Raumkonzept ist bereits ausgearbeitet.
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