Otto Guba stellt Werke im Foyer des Herzogenrather Rathauses aus

Von: Nina Krüsmann
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Ausstellung eröffnet: Künstler Otto Guba (l.) und der stellvertretende Bürgermeister Dr. Manfred Fleckenstein. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. Ein Robbenbaby trifft den Betrachter mit seinen funkelnden Augen direkt ins Herz. So natürlich ist es gemalt, dass man meinen könnte, es sei ein Foto. Es ist in der Regel sehr selten, dass man einen Maler eindeutig einer bestimmten Kunstrichtung zuordnen kann. Bei Otto Guba gelingt dies problemlos.

Seine Werke fallen sehr eindeutig in die Kategorie „Naturalismus“. Diese Strömung in der Kunstszene stand vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sehr im Vordergrund und meint eine möglichst genaue Wiedergabe der Wirklichkeit.

Im Herzogenrather Rathausfoyer zeigt Guba jetzt eine Auswahl von Landschaftsmalerei und Tierbildern aus Norwegen. Das Land, aus dem seine Ehefrau stammt, fasziniert den Künstler sehr. Auf Reisen zu Familienmitgliedern im Norden lässt er sich immer wieder von der Schönheit der dortigen Natur inspirieren. „Malen ist für mich ein Stück Freiheit“, sagt der aus Böhmen stammende Guba.

Bei der Eröffnung seiner Werkschau unter dem Titel „Faszination Nordlichter und Tierwelt“ führte der 1. stellvertretende Bürgermeister Dr. Manfred Fleckenstein in die Malerei Gubas ein. „Die Ausstellung zeigt den Naturalismus sehr eindrucksvoll in den Bildern aus der Tierwelt“, sagte Fleckenstein. Nicht nur die Bilder von Eisbären und Robbenbabys ziehen die Blicke der Betrachter auf sich, auch die in Farbe festgehaltenen Eindrücke vom Polarlicht faszinieren.

Fleckenstein zitierte den Künstler Friedensreich Hundertwasser: „Kunst ist die Brücke zwischen Mensch und Natur. Otto Guba hat mit seiner Ausstellung diese Brücke wahrlich eindrucksvoll präsentiert.“

Will man den Künstler Otto Guba in seinem Atelier besuchen, erlebt man eine Überraschung, denn seine Arbeiten entstehen größtenteils in einem kleinen Gartenhaus. Auf kleinstem Raum hat der Künstler dort alles was er braucht, um seiner Kreativität freien Lauf zu lassen: eine Staffelei, Pinsel, Farben, Licht und ein Radio. In seinem Gartenhaus hängen auch Bilder der alten Meister wie van Gogh und Gauguin – alles hervorragende Kopien aus dem Atelier Guba.

„Im Gartenhaus zeigt sich, dass jede Freiheit auch ihre Grenzen hat. Wenn seine Frau ihn braucht oder der Ansicht ist, dass es nun mit Malen genug ist, kann sie ihm aus dem Haus heraus mit einem einfachen Druck auf einen roten Taster im wahrsten Sinne das Licht abdrehen. Dann ist erstmal Schluss mit Malen!“, erzählte Fleckenstein schmunzelnd eine Anekdote aus dem Maleralltag.

Guba hat mit seinen Bildern schon erfolgreich an vielen Ausstellungen in mehreren Ländern teilgenommen. Seit seinem Ruhestand hat bei dem 74-Jährigen die Malerei wieder einen zentralen Platz im Leben eingenommen. So hat er sich vor einigen Jahren der autonomen Künstlergruppe Stolberg angeschlossen und ist als Kursleiter für Acrylmalerei in der Brander „JUB“ (Jugend und Begegnung) tätig.

Seine nächste Ausstellung plant Otto Guba bereits intensiv und zeigte den Vernissagebesuchern davon erste Eindrücke mittels einer musikalisch von sphärischen Klängen begleiteten Diashow. Das weite Weltall ist das Thema seiner neuen Werke, bietet Raum für viel Fantasie. Sternenschweife und galaktische Nebel hat Guba ins Bild gesetzt.

Die aktuelle Ausstellung „Faszination Nordlichter und Tierwelt“ ist bis zum 17. Dezember im Rathausfoyer in Herzogenrath zu sehen.

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