Würselen - Osttangente, Merzbrück und Singer-Höfe auf der Agenda

Osttangente, Merzbrück und Singer-Höfe auf der Agenda

Von: ehg
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Viel Beifall: Bürgermeister Werner Bereuer und seine zahlreichen Gäste in der Aula des Gymnasiums bedanken sich mit Applaus beim Städtischen Orchester für die musikalischen Neujahrsgrüße und bei den Sternsingern für die Segenswünsche. Foto: W. Sevenich

Würselen. „Wir brauchen in der heutigen Zeit unter den äußerst schwierigen Rahmenbedingungen mehr Mut zu Neuem”, verkündete Bürgermeister Werner Breuer auf seinem zehnten und letzten Neujahrsempfang, den er - musikalisch untermalt vom Orchester der Stadt Würselen - in der Aula an der Klosterstraße gab.

„Die Ausgangslage der Stadt ist im Vergleich zu anderen Kommunen sehr gut. Wir müssen diese Vorteile und Chancen nur intensiv nutzen.” Für die Zukunft sei es notwendig, die Zusammenarbeit in den Mittelpunkt zu stellen und nicht partikuläre Einzelinteressen.

Da es noch Wichtiges in den nächsten Monaten auf den Weg zu bringen gelte, verschob Bürgermeister Breuer das große Abschiednehmen auf den Oktober, wenn seine zweite Legislaturperiode beendet sein wird. Bei seinem Blick zurück konstatierte er: „Würselen hat sich im Vergleich zu den Nachbarkommunen sehr gut weiter entwickelt.”

Für die gesamtstädtische Zukunft sei auch weiterhin die Innenstadtentwicklung, als „Königsdisziplin” äußerst wichtig.

888 neue Arbeitsplätze

Breuer erinnerte daran, wie in den vergangenen zehn Jahren in Würselen Zukunft gestaltet wurde. Dass einiges richtungsweisend geschaffen worden sei, könne man an der Entwicklung der Außengastronomie erkennen. Breuer ließ keine Zweifel aufkommen: „Die Umbaumaßnahme am Markt (mit Verkehrsführung) müsse kurzfristig abgeschlossen werden.”

Mit Stolz blickte er auf die fast abgeschlossene Entwicklung des Recker-Geländes, das sich von einer Industriebrache zu einem Einzelhandelsmittelpunkt mit rund 300 neuen Arbeitsplätzen entwickelt habe. Mit dem im ersten Bauabschnitt umgesetzten Kalkhaldenpark präsentiere sich ein städtisches Naherholungsgebiet von höchster Qualität.

In die Schulen der Stadt wurden in zehn Jahren fast 30 Millionen Euro investiert. Seit einigen Wochen werde das Projekt „Lemmon” (Lernen mit modernen Medien - online) in allen städtischen Schulen umgesetzt. Im Gewerbegebiet Aachener Kreuz wurden in neun Jahren 91000 Quadratmeter Grundstücksfläche vermarktet und 888 Arbeitsplätze geschaffen.

Breuer räumte aber auch ein, dass Jobs (darunter über 300 bei Maxdata) verlorengegangen seien. Nach der Bestandsaufnahme, dann der Ausblick: Städtebaulich sei es wichtig, die Entwicklung des Singergeländes voranzutreiben, Entscheidungen zur Entwicklung Markt zu treffen sowie das Gebiet Mauerfeldchen und Merzbrück weiter zu entwickeln. Der Schwerpunkt seiner Arbeit werde in den nächsten Monaten in der Realisierung der Osttangente liegen.

Bis Ende 2010 werden zwischen dem Willy-Brandt-Ringe und der Eschweilerstraße für rund zehn Millionen Euro zwei Brückenbauwerke, sechs Kreisverkehre, ein Mitfahrer-Parkplatz und rund 2,3 Kilometer Straße gebaut werden.

Das weitere Ziel des Rates müsse es sein, die Kreisstraße 34 über den Anschluss Merzbrück an Linden-Neusen vorbei bis zur K 10 bei Warden zu verlängern, „damit auch die Anwohner Linden-Neusens endlich Entlastung vom Durchgangsverkehr erfahren”.

Mit dem Spatenstich zum Bau der Basisstation für den ADAC-Hubschrauber Christoph Europa I sei der Startschuss zu einer zukunftsfähigen Entwicklung des Gewerbegebietes Merzbrück und des Flugplatzes gefallen.

Bis 2010 soll das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen werden. Die Vorentwürfe für die Bebauungspläne, die Würselen für das rund 22 Hektar große Gewerbegebiet aufstellt, würden in Kürze der Öffentlichkeit vorgestellt.

Nach Jahren der Diskussion sei es im vergangenen Jahr gelungen, ein breites politisches Votum für eine qualitätsvolle Nutzungsmischung aus Wohnen, Einzelhandel und Dienstleistung zur Aktivierung der Singer-Brache zu erreichen. Das „Singer-Höfe-Konzept” setzt auf eine Neubebauung und Wiedernutzung mit neuen Wegen und Aufenthaltsräumen.

Was die Realisierung einer neuen Unterkunft für den Löschzug in Bardenberg anbetrifft, geht Breuer davon aus, dass der Spatenstich im Frühjahr 2009 erfolgen werde.
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