Oratorium „Die Geburt Christi“ kommt beim Publikum sehr gut an

Von: ch
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Beeindruckendes Konzert: Die Aufführung von Herzogenbergs Oratorium „Die Geburt Christi“ in der Pfarrkirche St. Willibrord, Merkstein. Foto: Wolfgang Sevenich

Merkstein/Richterich. Experimentierfreudig sind sie auf jeden Fall: Der katholische Kirchenmusiker Angelo Scholly und seine Mitstreiter erarbeiten immer wieder im Rahmen von Projekten Werke der Chor- und Orchesterliteratur, die nicht gerade an den Hauptverkehrswegen des Konzertlebens liegen und trotzdem (oder vielleicht gerade deshalb) ein dankbares und neugieriges Publikum finden.

So geschehen in den Kirche St. Martinus (Aachen-Richterich) und ein Tag später in St. Willibrord (Alt-Merkstein): Mit dem 1894 entstandenen Oratorium „Die Geburt Christi“ von Heinrich von Herzogenberg begeisterten die Künstler ihre Zuhörer. Schollys große Gabe scheint es zu sein, Musik aus vergangener Zeit so wirken zu lassen, als sei sie erst vor ein paar Tagen entstanden. Dem zollte auch die Großnichte des Komponisten, Sofie Sequeira, eine pensionierte Lehrerin aus Übach-Palenberg, ihren Respekt: Sie besuchte die Aufführung in Richterich.

Warmer Wohlklang

Dort wie in Merkstein bestach die Produktion, der neben dem Projektchor unter Schollys Leitung und einem illustren Solisten-Quartett auch René Rolle an der Orgel und Hans-Jakob Gerlings am selten in Konzerten zu hörenden Harmonium auch die Mitglieder des Dreiländer-Kammerorchesters Leben und Gestalt gaben, durch das Engagement aller Interpreten und den warmen Wohlklang ihrer Darbietung.

Vom ersten Ton bis zum letzten ließen der Dirigent und die Seinen die Musikfreunde auf den Kirchenbänken in der Fülle schöner Töne und der bewegten, bisweilen auch blumigen Spätromantik von Herzogenbergs baden. Sauber, auch in den Einzelpartien von Katharina Drees (Sopran), Silke Schimkat (Alt), Thomas Thiele (Tenor) und Georg Schulte-Althoff (Bass) auf anrührende Art und Weise artikuliert, sprach „Die Geburt Christi“ mit jedem Akkord die Zuhörer an. Auf die nächste Entdeckung des künstlerischen Leiters dürfen Kenner und solche, die es werden wollen, jedenfalls schon jetzt gespannt sein.

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